Der Sanierer von Karstadt saniert nur sich selbst.
Mit der massenhaften Vernichtung von Arbeitsplätzen, dem Verkauf von vielen Warenhäusern in bester Stadtlage hat der als Sanierer eingesetzte Chef von KarstadtQuelle sich selbst den Ast abgesägt.
Der Warenhauskonzern, der neben hausgemachten Problemen der nachlassenden Kauflust zum Opfer fiel, hatte einen Sanierer eingesetzt, der jetzt selbst geht, Berliner Morgenpost vom 8.4.05.
Der KarstadtQuelle Chef ist dem eigenen Sanierungskurs zum Opfer gefallen. Die übersteigerte Gewinnmaximierung der Konzerne hat den Kunden das Geld aus der Tasche gezogen. Die gebeutelten Arbeitnehmer haben nicht mehr das nötige Kleingeld zum Einkaufen.
Das rigurose Sanieren hat sich nicht bezahlt gemacht. Die Vernichtung von Arbeitsplätzen und der Verkauf vieler Häuser hat sich nicht gelohnt. Der Sanierer kapituliert vor dem eigenen Werk, ohne die von ihm hinterlassenen Folgen je wieder heilen zu können.
Für sich selbst hat er bestimmt eine satte Abfindung gesichert, die allerdings wegen der bei Managern üblichen Heimlichtuerei bis jetzt noch verborgen ist.

