Grohe liefert Steilvorlage für Kündigungsschutz
Bei Grohe in Lahr waren schon 360 Kündigungen perfekt, als noch mit dem Betriebsrat um einen Sozialplan verhandelt wurde. In Hemer wurden inzwischen 270 Kündigungen ausgesprochen.
Die Massenentlassungen bei Grohe waren nach Ansicht der Belegschaft in Lahr ein abgekartetes Spiel, weil 360 Kündigungen noch während der Verhandlungen beim Betriebsrat eingegangen sind, Baden . Das sei natürlich alles anders und Gohe werde ein paar Härtefälle berichtigen, wonach ganze Familien arbeitslos werden sollten.
Der Betriebsrat in Lahr hat jetzt einen Berg von 270 Kündigungen vor sich, denen binnen Wochenfrist einzeln zu widersprechen ist, WR vom 29.6.05.
Daß bei den vorgelegten Kündigungen keine Sozialauswahl stattgefunden hat, sondern Grohe nach eigenen Dünken ausgewählt hat, ist inzwischen unbestritten. Darüber können sich alle freuen, die eine "Kündigungsschutzklage":http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/kschg/inhalt.html überlegen; denn fehlende Sozialauswahl ist immer Grund genug, daß Gerichte die Kündigung zurückweisen. So hat Siemens in der Hoffmannstraße nahezu alle Prozesse verloren, wie sich im Mitarbeiternetz NCI schnell herumsprach.

