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Ein ordnungswidriger Bestechungs-Deal in Milliarden Höhe

by valter last modified 13.05.2008 10:11

Wie einst bei dem Chef der Deutschen Bank im Mannesmann Fall soll nun der ex-Siemens Chef Pierer sich von der Verantwortung für die Bestechungen in Milliarden Höhe freikaufen.

Die Kleinen hängt man, während die Grossen für ein Bußgeld freikommen sollen. So soll es beim ex-Siemens Chef Pierer, in dessen Zeit die Milliarden Bestechungen fallen, ganz wie der im Mannesmann Verfahren angeklagte Ackermann freikommen. Jedenfalls hat die Staatsanwaltschaft nur ein Ordnungsgeld Verfahren eingeleitet, heise vom 9.5.08. Was bei den Untergebenen strafrechtlich verfolgt wird, soll bei dem alles verantwortenden Chef mit einem Bußgeld abgetan werden.

Die Staatsanwaltschaft München I hat dies jedenfalls so beschlossen und meint damit die Verantwortung des Firmenchef's würdigen zu können, AFP vom 9.5.08. Der lange von den Bestechungsverfahren Verschonte wird damit erneut - und diesmal sogar von der Justiz - aus den Verfahren herausgehalten. Ob sich die Justiz damit einen guten Dienst getan hat? Kommt sie nicht selbst in den Geruch, für Geld gefälliger zu entscheiden?

Das Einkommen des einstigen Siemens Chefs, in dessen Zeit die inzwischen aufgedeckten Milliarden an Bestechungen fallen, spricht eigentlich eher dafür, dass er Verantwortung hat. Die Justiz sieht das mit der Verantwortung anders, auch hat er reichlich ansammeln können, um sich mit überdimensioniertem Manager Gehältern nun freikaufen zu können. Er wird sich auch von den Forderungen freikaufen, die ihm aus dem eigenen Haus noch drohen, die der Konzern schon stellen muß, um die Folgekosten bei der US Börsenaufsicht bezahlen zu können.

Schließlich haben Konzern-Manager wie Herr Pierer noch besondere Versicherungen, die hier eintreten werden. Wenn solche Versicherungen wegen der Manager Verantwortung in die roten Zahlen geraten sollten, wird nach staatlichen Hilfen gerufen und dann sollen vielleicht noch Steuerzahler ausgleichen wie bei der BayernLB .


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