Der Artikel über Harald Dix als "gewerkschaftliche Kampfansage" erscheint zwar an Fasching. Es steht aber zu befürchten, dass die IG Metall es ernst meint und wieder wie bei der AEG tatkräftig Hand anlegt bei der Abwicklung von tausenden Arbeitsplätzen.
Erstmals in der Firmengeschichte hat Electrolux einen Schließungsplan für eine Fabrik zurückgezogen. Die AEG-Herdfabrik in Rothenburg wird entgegen der strategischen Planung nicht 2009/2010 nach Swidnica verlagert. Stattdessen wird investiert und eine Standortgarantie bis 2013 gegeben. Ein vorläufiger Erfolg des hartnäckigen Kampfes der Arbeiter/Innen bei AEG.
Nachdem bereits am Freitag den 9.März in Nürnberg die letzten Waschmaschinen vom Band liefen,
ist heute auch die Produktion von Geschirrspülern gestoppt worden.
Um 10.39 Uhr fuhr die letzte Maschine vom Montageband ins Prüfband.
Wegen des extrem hohen Krankenstands fiel die Stückzahl in einigen Abteilungen
auf die Hälfte. Allein beim Geschirrspüler verlor die AEG dadurch letzte Woche 2000 Maschinen.
Eine Katastrophe bei den Umsatzeinbrüchen der letzten Monate.
Am Freitag den 12.Januar 2007 wurde von der IGM in der AEG ein Flugblatt verteilt, in dem trotz der Kürze des Texts, der
Streik der AEG gegen die Werksschliessung völlig falsch dargestellt wird!
Ein Bericht in Bayern 3 enthält neue Zahlen über das immer größere AEG-Desaster - Electrolux verliert 25% Marktanteil in Deutschland, die Schließungskosten verdoppeln sich und die neuen Werke in Polen kommen nicht zum laufen.
Die Schließung der AEG in Nürnberg wird dank unseres Widerstandes und der nach wie vor ungebrochenen Solidarität der Bevölkerung zum Desaster für Electrolux. Der Konzern verliert massiv Marktanteile, das Image der "Premiummarke AEG" ist hinüber, bei Geschirrspülern bestehen Lieferengpässe, da in Nürnberg nichts rauskommt und jetzt wird noch Europachef Johann Bygge gefeuert!
Ein Bericht der Zeit macht der größeren Öffenlichkeit bekannt, was die AEG'ler versprochen und gehalten haben: Das Werk wird nicht besenrein übergeben.