Gerichtsbericht eines Kollegen /Cinram
Hier haben wir einen Bericht über eine Verhandlung die noch positiv zu sehen ist.Trauriger weise haben andere Richter der Firma Cinram in die Hände gespielt.Ich glaube das verschiedene Richter kein Interesse daran haben das Recht auch Recht bleibt.
Kammertermin vom 11.05.2005
Cinram und die Hilflosigkeit Ihrer Helfer (Frau B. und Herr K.)
Die Richterin eröffnete die Verhandlung erst mal damit das sie von der Beklagten Seite (Cinram) ein Schriftstück forderte das diese noch nicht eingereicht hätten. Nachdem man gesucht hatte und Frau B. fündig geworden war ging es also los.
Die Richterin stellte fest das es in der Klage natürlich um die üblichen Punkte der Sozialauswahl geht. Hinzu kamm aber das Ich besonders gegen den Punkt Leistungsträger Klage. Da Cinram mir unterstellte gänzlich unbegabt zu sein und nie im stande war die DVD Liner zu bedienen. Man hat mir nämlich mitgeteilt das ich nicht in der Lage sei alle Liner Typen in der Halle bedienen zu können und somit auch kein Leistungsträger sei.
Frau B. meinte noch zur Richterin das dies durch Herrn Kämper ,den Fachvorgesetzten, bestätigt werden könne. Darauf hin antwortet ich das ich sehr wohl in der Lage sei alle Liner Typen fahren zu können. Immerhin war ich fast 5 Jahre in der DVD Produktion tätig. Die beklagten Seite versuchte vergeblich Argumente zu finden um der Richterin klar zu machen warum mir als veh. Familien Vater ein Junggesellen der angeblich LT ist, vorgezogen wird.
Mein Anwalt frage in welcher Art sich die Maschinen den unterscheiden und wie viele unterschiedliche Maschinentypen es den gibt. Leider wusste Frau B. und ihr gesamter Anhang darauf keine Antwort. Dann fragte mein Anwalt was der LT den genau kann, was ich nicht kann. Da dies doch genau beschrieben werden sollte. Leider wusste die beklagten Seite auch hier keine Antwort drauf.
Die Richterin frage nun ob der Betriebsrat die zu kündigen Mitarbeiter in irgend einer Weise darauf hin gewiesen hat das LT´s eingetragen wurde und man diese aus der Sozialauswahl rausnehme. Darauf antwortete ich das ich erst als die Kündigung ausgesprochen war erfahren habe das es so etwas wie LT´s gibt. Dies habe ich aber nie vom Betriebsrat gehört sondern sei wie so viele andere Dinge auch durchgesickert. Darauf sagte die beklagten Seite das die Auswahl und auch die genaue Benennung und Beschreibung des Tätigkeitsfelds auf einer CD-Rom stehen würde. Leider hatten weder die Richterin noch mein Anwalt je eine solche CD-Rom zu Gesicht bekommen.
Frau B. sagte dann einfach noch mal das ich nicht in der Lage sei alle Maschinentypen in der Halle zu fahren. Meine Frau die im Publikum saß rief dann aus welchem Grund ich dann auf Lehrgang war. Worauf sie fast noch von der Richterin verwarnt wurde. Ich fragte wie viele Zeugen ich bringen soll die bestätigen können das ich dazu ohne Probleme in der Lage sei. Ich erklärte weiter, das zu meinen Anfängen erst 18 Liner in der Halle standen. Ich wurde an den Fifo Linern angelernt, habe dann die Max- / Alpha Liner gefahren. Später dann Steag Liner und die Gruppe in der ich tätig war sei die erste gewesen die einen Singulus Liner bekam. An dem ich persönlich von Herrn Schröder eingearbeitet wurde.
Die beklagten Seite hatte darauf natürlich auch kein gutes Argument sondern suchte nervös in Ihren Papieren nach einem Auszug aus der angeblichen CD-Rom. Sie wurden aber nicht fündig. Nach einigem hin und her dann fragte die Richterin ob wir schon mal versucht haben uns zu einigen. Die beklagten Seite sage darauf das meine Abfindung bei 6900 € liegt. Ich antwortet darauf das man mir ein Angebot von 8000 € gemacht hat was ich allerdings ablehnte. Nun fragte die Richterin ob wir uns den nun einigen wollen, darauf hin sagte mein Anwalt das man ihm einen Vorschlag machen solle.
Die beklagten Seite beantrage eine kurze Pause um sich zu besprechen. Die Richterin gab diesem statt und unterbrach die Verhandlung kurz. In der Pause gingen die Cinram Leute in einen Raum sie wollten sich erst alleine Unterhalten. Mein Anwalt frage mich was ich möchte. Ich antwortete ihm, das ich unter 20000 € nicht nachgebe. Nun kam der Anwalt Cinrams zu uns und schlug mir 12000 € vor, ich schaute ihn an und sagte sie haben zwei Möglichkeiten. 1. Sie geben mir 20000 € und Hören nie wieder von mir oder 2. Sie stellen mich wieder ein und zahlen meinen Lohn für vier Monate nach plus einer Entschädigung.
Nun meinte der Anwalt das könne er nicht tun. Darauf sagte ich ihm das hätte sich die Firma Cinram vorher überlegen sollen. Schließlich habe Cinram ja wahllos Leuten die Existenz genommen und Familien Väter auf die Straße gesetzt. Dann gingen wir wieder rein, mein Anwalt ging dann als erstes rein klopfte ans Richterzimmer und sagte zur Richterin Schwarze Rauch, keine Einigung. Nun kam die Richterin wieder rein und arrogant wie die Cinram Leute sind blieben sie sitzen, obwohl man sich ja erhebt wenn ein Richter den Saal betritt. Die Richterin frage nun ob wir zu einer Einigung gekommen sind, wir antworteten mit Nein und die beklagten Seite sagte das die Forderungen von uns Utopisch sein. Mein Anwalt meinte dann dazu, im Fall vor uns haben sie, anstatt 3600 € 10000 € gezahlt also fast verdreifacht, also können sie meinem Mandanten auch 20000 € zahlen. Damit sind wir dann ohne Einigung auseinander gegangen.
Ich sagte meinem Anwalt dann noch, wozu habe ich den Rechtschutz, von mir aus gehe ich bis zum Bundesarbeitsgericht. Kosten hat dadurch nur Cinram weil die sowieso verlieren. Jetzt warte ich erst mal ab was kommt, entweder entscheidet das Gericht oder ich bekomme einen neuen Termin beim Landesarbeitsgericht in Köln. Ich warte ab und werde euch natürlich Informieren.
Auch hier wurde Mut bewiesen und nicht auf das Angebot eingegangen.
Die Richterin bei diesen Fällen war nicht wie bei den anderen Fällen so Arbeitnehmer freunlich.
Wir hoffen das die wenigen Klagen die weiter laufen werden die Firma daran hindern werden das Vollkontischichtsystem einführen zu können.
Wünschen allen Kollegen/innen Glück
Bereitet euch gut vor den Justizia ist nicht neutral


Cinram Plan
Zu den LT Leistungsträgern kann man doch nur sagen das sie durch Verwandschaftsverhältnisse zu stande gekommen wird.
Was ist dann der Mann der Betriebsratvorsitzenden oder der sohn des Stellvertretenden Betriebsratvorsitzenden Heffels oder der Schwager vom T.Bosten alle LT"s
Leute die Firma plant doch schon die nächste Kündigungswelle und seit ihr mit denen nicht befreundet oder Verwand sieht es schlecht für euch auch.
Eure Chance ist nur noch Arschkrieschen.
Oder geht mal rasen mähen.