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Betriebsarbeit und Betriebsrat

erstellt von Webmaster zuletzt verändert: 22.08.2008 07:52
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  • Betriebsarbeit und Betriebsrat

    Abgeschickt von Webmaster am 20.month_may.2006 23:12
    Zu den geplanten Re-Strukturierungsmaßnahmen, bzw. Entlassungen gab es bisher eine größere Betriebsversammlung mit der Geschäftsleitung in Immenstaad. Vielmehr ist bisher nicht passiert. Weitere sind wohl in der nächsten Woche in Hennigsdorf und an anderen Standorten geplant. Vermutlich wäre es ganz sinnvoll, wenn sich die Betroffenen mal Abends am Stammtisch treffen um gemeinsam zu diskutieren wie eine sinnvolle Betriebsarbeit aussehen kann und welche Möglichkeiten es gibt sich zu vernetzen, gemeinsam aktiv zu werden und die anstehenden Fragen zu diskutieren. Wie sieht es mit den Aufhebungsverträgen aus? - sind Betriebsbedingte Kündigungen überhaupt durchsetzbar, wenn die Firma Gewinne schreibt? Angeblich wird ja für Immenstaad ein Sozialplan vorbereitet. Weiss da jemand mehr über den Stand der Verhandlungen? Werden die Beschäftigen in die Diskussionen und Entscheidungen miteinbezogen? Angeblich soll das ja schon im Juni stattfinden. Ich fände es wichtig und interessant, wenn sich der Betriebsrat an den Diskussionen im Forum beteiligt. Mit Informationen - vielleicht sich mal positioniert - Tips gibt, wo sich links und Infos zu Sozialplänen, Rechtsschutz, zur Frage der betriebsbedingten Kündigung finden, bzw. wie die Verhandlungen weiterlaufen. In Immenstaad wurden Beschäftigten ja schon Aufhebungsverträge angeboten? Weiß da jemand mehr, wie das abgelaufen ist?
    • Bleibeprämie

      Abgeschickt von Webmaster am 29.month_jan.2007 00:15
      Am Wochenende hatte ich eine Diskussion mit einem Kollegen aus Immenstaad. Die Beschäftigten dort haben wohl vom Presse-Heinz Jan Hülsmann eine e-mail betreffend der Bleibeprämie bekommen. Betrifft mich nicht - da ich diese Prämie nicht mitnehmen kann. Wenn ich es aber richtig verstanden habe, dann wird mit dieser Mitteilung versucht, die Beschäftigte gegen den Betriebsrat auszuspielen. Ist das so und kann da jemand mehr dazu sagen?
    • Re: Betriebsarbeit und Betriebsrat

      Abgeschickt von Webmaster am 11.month_jun.2006 11:20
      Liebe Leute von CSC, Was euren Betriebsrat angeht: Glaubt ihr denn wirklich an die Möglichkeit, dass euch der BR helfen kann. Dann glaubt ihr auch, dass Projektmanager Projekte managen und Zitronenfalter Zitronen falten. Das sind arme Würstchen, die keinen Rückhalt bei einer großen Gewerkschaft haben (Ver.di ?????). Dazu braucht es mehr als ein paar Hundert Entlassungen in kleinen, leicht verdaulichen Häppchen.
    • Re: Betriebsarbeit und Betriebsrat

      Abgeschickt von Webmaster am 13.month_jun.2006 16:32
      Ist irgendein Mensch für irgendetwas zuständig? Dass für England die deutschen Betriebsräte nicht zuständig sind, ist wohl klar. Allerdings ist der Abbau bei denen voll im Gange und darum geht's!
    • Re: Betriebsarbeit und Betriebsrat

      Abgeschickt von Webmaster am 31.month_may.2006 18:58
      Bin Betroffener. Habe heute gehört, dass an unserem Standort Wiesbaden über 500 Leute entlassen werden sollen. Kann nicht abschätzen obs stimmt. Vielleicht weiß jemand mehr.
    • Betriebsrat

      Abgeschickt von Webmaster am 01.month_dec.2006 01:34
      Die Informationspolitik von Teilen des Betriebsrates wurde ja schon oft genug kritisiert. Geändert hat sich wenig. Trotz vieler Kritik, die gerade in der letzten Zeit gekommen ist. Wir werden abgewickelt, unzureichend informiert, nicht gefragt was wir wollen und es wird nicht mit uns diskutiert. Klar Ihr bietet Sprechstunden an, aber können wir euch vertrauen, nehmt ihr unsere Bedürfnisse und Ängste ernst - setzt Ihr euch wirklich für uns ein? Viel wird abgebügelt mit dem Verweis auf Schweigepflicht oder die Argumentation die Verhandlungen würden durch zu offensives Vorgehen gefährdet. Mir ist das zu viel taktirerisch. Ich kann verstehen, wenn ihr Angst habt und euch nicht traut offensiv die Interessen der Beschäftigten zu vertreten. Da ist eigentlich angesagt in sich zu gehen und zu überlegen ob mensch den Anforderungen gewachsen ist, sich der Geschäftsführung in den Weg zu stellen und auch mal richtig Stress zu machen. Nicht verstehen kann ich, wenn das dazu führt am Sessel auf Gedeih und Verderb zu kleben und diesen zu verteidigen. Wie lange wollt ihr das noch durchhalten. Es würde bestimmt eure Gesundheit fördern und für Stressabbau sorgen, wenn im GBR Plätze frei geräumt würden für Betriebsräte die wirklich für die Belange der Beschäftigten kämpfen wollen. Das würde allen gut tun.
      • Re: Betriebsrat

        Abgeschickt von Webmaster am 01.month_dec.2006 23:29
        In Immenstaad wurden Unterschriften gesammelt um einem Betriebsrat, der im GBR vertreten ist nahe zu bringen, daß viele Beschäftigte mit der Arbeit dieses Betriebsrates unzufrieden sind. Leider hat dies bisher nicht dazu geführt, daß dieser Mensch ein wenig in sich geht und nachdenkt, wie es zu einer solchen Reaktionen kommt. Stattdessen versucht dieser Betriebsrat in Einzelgesprächen Beschäftigte zu überzeugen, daß sie sich von dieser Unterschriftenliste streichen lassen, bzw. distanzieren. Solch eine Vorgehensweise ist ein Beleg dafür, daß es diesem Betriebsrat nicht darum geht eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit zu suchen, sondern vielmehr ein Beleg weiterhin den Sessel plattzudrücken und sich nicht mit der Unzufriedenheit der Beschäftigten auseinanderzusetzen. Sonst wäre die Reaktion eine Andere.
        • Re: Betriebsrat

          Abgeschickt von Webmaster am 18.month_dec.2006 22:27
          Am Montag den 18.12. und Dienstag den 19.12. sind die letzten Verhandlungstage vor der Einigungsstelle. Wir dürfen gespannt sein, ob es einen Interessensausgleich gibt und wie der Sozialplan aussehen wird. Ab Mittwoch könnten dann bereits die ersten betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden. Der GBR kann sich dann nicht mehr mit der Begründung von taktischen Verhandlungen hinter die Kulissen zurückziehen und mauern, bzw. abschotten. Denn es gibt ja dann nichts mehr zu verhandeln. Wenn das Verhandlungsergebnis auf dem Tisch liegt – dann schlägt die Stunde der Wahrheit! Haben Teile des GBR wirklich unsere Interessen vertreten? Mit der Begründung, die Verhandlungen nicht zu gefährden, konnte in der Vergangenheit so ziemlich jede unangenehme Frage unbeantwortet unter den Tisch gekehrt werden. Das geht jetzt nicht mehr! Hat unser GBR für unsere Interessen gekämpft? Oder hat ihm das nötige Rückgrat gefehlt? War es nicht bequemer und einfacher die ausgestreckte Hand der Geschäftsführung anzunehmen, anstatt mit den Beschäftigten mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Und ist Öffentlichkeit schädlich für Verhandlungen? Oder ermöglicht fehlende öffentliche Wahrnehmung und Transparenz, dass Verhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit zustande kommen und die Ergebnisse dann entsprechend aussehen werden. Wir dürfen gespannt sein auf die Begründungen und sollten uns nicht mehr zufrieden geben mit Antworten auf Fragen: „das könnte die Verhandlungen gefährden“.
          • Re: Betriebsrat

            Abgeschickt von Webmaster am 20.month_dec.2006 22:47
            Am Dienstag wurden die Verhandlungen vor der Einigungsstelle nach „harten Verhandlungen“ abgebrochen und es fand am Mittwoch ein weiterer Termin statt. Geschäftsführung und GBR haben sich geeinigt. Und was heißt das im Klartext. Es gibt noch keine schriftlichen Statements – aber eines ist klar, nachdem was durchgesickert ist – der GBR hat die Belegschaft verraten und verkauft. So ziemlich sämtliche Optionen wurden der Geschäftsleitung offen gehalten. Wie z.B. wer selbst kündigt, weil er/sie einen andern Job hat, wird wohl keine Abfindung erhalten. Die Absicht ist klar, die Geschäftsleitung will selbst bestimmen, wann sie die Beschäftigen entlässt und zu welchen Konditionen. Der Zusammenhang zum Missmanagement der Geschäftführung ist klar. Fehler sollen auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Von GBR wurde immer wieder thematisiert Öffentlichkeitsarbeit und zu offenes Umgehen mit den Verhandlungen würde den Sozialplan und Interessensausgleich gefährden. Das hat leider dazu geführt, dass viele eingeschüchtert waren und ihren Mund gehalten haben. Die Quittung dafür haben wir bekommen. Das lässt sich jetzt wohl nicht mehr ändern. Aber wir können uns überlegen wie wir darauf reagieren. Dem GBR sagen, was wir von Ihnen halten und das wir nicht mehr von Ihnen vertreten werden wollen. Das Verhandlungsergebnis ist ein Index, welchen Stellenwert die Beschäftigten für die Geschäftsführung haben. Gibt es derzeit überhaupt nach diesem Fiasko noch einen Grund sich Streß zu machen und für das Missmanagement den Kopf hinzuhalten? Ich glaube nicht! Die Geschäftsleitung hält uns wohl für Marionetten, die nach ihrem Takt zappeln. Es liegt ans uns das zu ändern. Diesen selbstgefälligen Heuschrecken endlich zu zeigen, dass wir nicht nach ihrem Takt tanzen.
            • Re: Betriebsrat

              Abgeschickt von Webmaster am 20.month_dec.2006 23:20
              Lieber GBR und Akteure des Betriebsrates, wen oder was vertretet ihr eigentlich? mich bestimmt nicht. soweit ich die lage beurteilen kann, seid ihr eh ziemlich abgesichert. daher gab es für euch keinen grund für die belegschaft ne dicke lippe zu riskieren, oder sich bei den verhandlungen ins scheinwerferlicht zu stellen. aber die frage sei gestattet, warum spielt ihr euch dann als interessensvertreter der beschäftigten auf? habt ihr euch wirklich gedanken um die ängste und bedürfnisse der beschäftigten gemacht? habt ihr offen mit den beschäftigten geredet, die ängste, fragen und bedürfnisse aufgegriffen. ich glaube nicht. wenn ich mich einer aufgabe nicht gewachsen fühle, dann gebe ich diese ab. habt ihr das in erwägung gezogen, oder ging es euch vielleicht nicht eher um das eigene ego? die andere möglichkeit wäre, ihr seid grössenwahnsinnig! dann solltet ihr euch einen urlaub auf elba gönnen. napoleon ist dort auch gelandet. ihr habt mit den existenzen von vielen menschen gespielt, ohne mit diesen zu reden oder zu diskutieren. ihr seid als vertreter gewählt worden - seid ihr dieser aufgabe mit eurem verhalten gerecht geworden? ich glaube nicht! wollt ihr uns weiter vertreten? wie stellt ihr euch das eigentlich vor? ich habe wut im bauch und enttäuschung? ihr auch? seid doch mal ehrlich. kommuniziert mit uns, ohne auszuweichen und euch zu verstecken. an eurer stelle hätte ich alpträume und könnte nachts nicht schlafen. ihr wurdet gewählt die interssen der belegschaft zu vertreten - und was habt ihr daraus gemacht? könnt ihr uns noch in die augen schauen - von gesicht zu gesicht.
              • Re: Betriebsrat

                Abgeschickt von Webmaster am 18.month_jan.2007 21:45
                Ich finde es schade, dass es um das Projekt so still geworden ist. Haben wir uns denn nichts mehr zu sagen? Keine Frage die Ergebnisse vor der Einigungsstelle und die Gewissheit irgendwann in diesem Jahr entsorgt zu werden - verleiten nicht gerade zu Euphorie, sondern erzeugen eher Resignation. Ich denke aber, dass sie uns genau so haben wollen. Und was haben wir zu verlieren - den Arbeitsplatz? der wird für viele eh im laufenden Jahr weg sein. Aber vor was haben wir dann Angst? Die Wut sollte raus und nicht in sich hinein gefressen werden, denn das ist mit Sicherheit der falsche Weg und macht krank. Den Lauf der Restrukturierung können wir vermutlich nicht mehr aufhalten. Das Missmanagement der Geschäftsführung können wir aber weiter thematisieren und an die Öffentlichkeit bringen. Es bringt doch nichts, das alles mit uns alleine auszumachen und es kann ein befreiendes Gefühl sein, sich einfach die Wut im Bauch rauszuschreiben. Jedenfalls besser als nichts tun - oder?
    • Re: Betriebsversammlung in Immenstaad

      Abgeschickt von Webmaster am 10.month_aug.2006 05:20
      ergänzung: a) es wurde versucht den ISG support auszulagern, weil die personalknappheit (weggang von MA) langsam drastisch wurde - will heissen: die internen helpdeskzahlen (SLA) für die betreuten kunden werden vermutlich spätestens in diesem Monat rot wie der Tod :(... betriffen sind neben dem internen support isg aller wahrscheinlichkeit nach bombardier, textron, deutsche leasing b) in politisch korrekten nichtssagenden floskeln wurde nicht dementiert (also zugegeben), dass die qualität des services nachgeben wird, da die kollegen, die das in zukunft machen werden von vorne anzufangen haben - genau wie immenstaad vor 3-4 jahren die geschäftsleitung hat aus meiner sicht eine "ground zero" mentalität, die führer in den USA geben ein ziel vor und die deutschen musterschüler erfüllen ihn - bitter wir haben keine rolle gespielt und spielen jetzt auch keine - danke frau wittig
      • Re: Betriebsversammlung in Immenstaad

        Abgeschickt von Webmaster am 14.month_sep.2006 22:00
        Bin aus Immenstaad: Am Donnerstag ist ne BV, habe von Kollegen mitbekommen, das die IG Metall eingeschaltet wurde. Hoffe das ist nicht nur ein Gerücht! Dürfen wir streiken ?! So einen Tag oder so.
        • Re: Betriebsversammlung in Immenstaad

          Abgeschickt von Webmaster am 24.month_sep.2006 20:29
          Kann jemand berichten, was auf dieser Betriebsversammlung in Immenstaad erzählt worden ist? Dem Offenen Brief ist zu entnehmen, dass die Geschäftsleitung an der Betriebsversammlung nicht teilgenommen hat. Die Ergebnisse der ISA-Consult sprechen doch für sich. Ist es da nicht angesagt den öffentlichen Druck auf die Geschäftsleitung über die Medien zu erhöhen. Welche weiteren Schritte plant jetzt der GBR?
          • Re: Betriebsversammlung in Immenstaad

            Abgeschickt von Webmaster am 27.month_sep.2006 23:01
            Dem offenen Brief des Betriebsrates an die Geschäftsleitung sind einige Eckdaten des Berichtes der ISA Consult zu entnehmen. Lilo Rademacher hat in der Presseerklärung der IG Metall richtig festgestellt, dass die Verlagerung eine ökomonisch sinnlose Entscheidung ist und reine Renditeüberlegungen die zu höheren Profiten der Shareholder führen sollen der Hintergrund sind. Die Geschäftsleitung hat inzwischen reagiert und in einer Mitteilung an die Beschäftigten, die Ergebnisse der externen Unternehmensberatung ISA Consult GmbH als nicht korrekt bezeichnet. Leider wird verschwiegen auf welche andere Quellen sich die Geschäftsführung beruft, um zu Ihrer so anderen Bewertung zu gelangen. Von Seiten der Geschäftsführung wird den Ergebnissen der ISA Consult GmbH nicht qualitativ widersprochen. Vielmehr wird mit unkonkreten Füllsätzen wie „Operating Income“, „Bewertung von Kriterien“, „Reflektionen“ und „Gesamtoptimum“ argumentiert. Was immer das auch genau bedeuten mag. Eine ausreichende Erklärung hierfür fehlt. Eine Verlagerung des Help Desk in Immenstaad nach Prag ist aus betriebswirtschaftlichen und aus Standortgründen pures Missmanagement. Hätte der Standortverantwortliche Herr Dill frühzeitig seine Statistiken und wirtschaftlichen Berechnungen im Griff gehabt, seine Arbeit wie alle Beschäftigten qualitativ hochwertig erledigt, hätte er ausreichend Gründe gehabt dieser Entscheidung entgegenzuwirken. Ähnliches gilt teilweise für die Arbeit des GBR. Die Informationspolitik des GBR war in den letzten Monaten mehr als schwach. Sicher spielt eine nicht unerhebliche Rolle, dass an den unterschiedlichen Standorten um sehr unterschiedliche Bedingungen gerungen wird, da nicht alle Standorte von Schließungen betroffen sind. An diesem Punkt stellt sich die Frage, ob der GBR legitimes Verhandlungsforum für die Beschäftigten ist, die von Standortschließungen betroffen sind. Es können eben nicht die Interessen aller Beschäftigten gleichmässig gerecht vertreten werden. Mit dem Hintergrund, dass die Verlagerung eine sinnlos ökonomische Entscheidung ist – hätte der GBR mehr Widerstand in der Vergangenheit organisieren müssen, anstatt nur auf Verhandlungen zu setzen. Der Schritt Gewerkschaften mit ins Boot zu holen hätte viel früher erfolgen müssen. Ebenso kann Druck auf die Geschäftsführung mit Presseöffentlichkeitsarbeit erzeugt werden, wenn die Absurdität der Verlagerung an Entscheidungsträger des öffentlichen Lebens herangetragen wird. Ein Betriebsrat braucht eine kämpferische Belegschaft und eine Belegschaft einen kämpferischen Betriebsrat, der sich für die Belange der Beschäftigten einsetzt. An beidem fehlt es. Das lässt sich ändern, wenn langsam alle mal ein wenig aufwachen und über ihre eigenen Blockaden springen. Noch ist nichts verloren – und wenn doch, dann sollte der Preis so hoch wie möglich sein. Ob das Konzept der Geschäftsführung die Gewinne der Shareholder langfristig zu sichern aufgeht ist mehr als fraglich. Die schon jetzt anfallenden Vertragsstrafen für SLA`s, zusätzlich enstehende Kosten durch Contraktoren (kosten pro Tag 350 € + 250 € Strafzahlungen) ... sprechen eine andere Sprache. Noch ist nichts verloren.
            • Sozialplan

              Abgeschickt von Webmaster am 07.month_oct.2006 20:51
              Die Verhandlungen um den Sozialplan wurden für gescheitert erklärt, kaum dass sie begonnen hatten. Es wird jetzt die Einigungsstelle angerufen.
              • Einigungsstelle

                Abgeschickt von Webmaster am 07.month_nov.2006 23:58
                Am Freitag den 10.11.06 findet in Wiesbaden der erste Termin vor der Einigungsstelle statt. Der GBR scheint so mit der Abwicklung beschäftigt zu sein, dass er unfähig und überfordert ist, die Betroffenen zu informieren, oder vielleicht mal von alleine aktiv zu werden. Scheinbar geht es nur noch noch um Abwicklung. Wie ein U-Boot das abgetaucht ist, oder anders ausgedrückt am absaufen. Es wäre wünschenswert wenn der GBR mal auftauchen würde und sich öffentlich an Diskussionen beteiligen. Vermutlich fehlt ihm da aber das nötige Rückgrat. Damit ich jetzt nicht falsch verstanden werde - es sind nicht alle Betriebsräte damit gemeint. Jede/r kann aber mal in sich selber reinhorchen und sich fragen wo er / sie steht!! Und Betriebsräte können nur so gut sein, wie die Belegschaft hinter Ihnen steht.
    • Re: Betriebsarbeit und Betriebsrat

      Abgeschickt von Webmaster am 14.month_jun.2006 00:18
      Klasse, daß endlich diskutiert wird. Ich denke es geht in keinem Kommentar darum den Betriebsrat an die Wand zu fahren. Das ist eher Ausdruck der Verunsicherung der Betroffenen, weil vom Betriebsrat bisher wenig konstruktives zu hören ist. Und das ist wiederum bedenklich. Welche Vorbereitungen und Aktionen werden von BR-Seite unternommen um den Standort in Immenstaad zu erhalten, bzw. generell Entlassungen zu verhindern? Schließlich schreibt das Unternehmen ja nicht zu knapp Gewinne. Der BR ist gefordert und hat ebenso wie alle anderen die Möglichkeit sich anonym zu äußern. Also bitte keine selbstauferlegte Geheimniskrämerei. Angesagt ist aber eigentlich Selbstkritik. Wer aufmerksam die Betriebskämpfe der letzten Jahre verfolgt hat, dem sollte klar sein, daß wenn wir nicht selber unsere Interessen vertreten, dann sind wir verlassen. Der Betriebsrat kann und wird es nicht für uns richten. Es liegt alleine in unserer Hand - und da sollten sich alle mal an der eigenen Nase packen, was Sie bisher unternommen haben, außer schlaue Kommentare verlauten zu lassen. Klar es ist nicht einfach die eigene Angst und Resignation zu überwinden. Aber was haben wir denn zu verlieren, außer unseren Arbeitsplatz - den wir offensichtlich eh schon verloren haben. In Immenstaad ist offensichtlich eine Versammlung geplant (laut Chronik), das selbe läßt sich für alle anderen Standorte ebenfalls organisieren. KollegInnen werdet aktiv! Gründet Betriebsgruppen und überlegt an praktischen Initiativen. Überwindet eure Ängste, bevor ihr inaktiv geschaltet werdet. Und wer weiß, ob wir in unserem nächsten Job nicht schneller als wir das wahrhaben wollen, vor der gleichen Situation stehen. Dann können wir von den gemachten Erfahrungen nur lernen.
    • Re: Betriebsarbeit und Betriebsrat

      Abgeschickt von Webmaster am 11.month_jun.2006 21:27
      Wer lügt denn nun ?? Wenn du dir den Kommentar vom BR am Freitag durchliest, dann wirst du feststellen, dass es sich wie mit dem Gockel auf dem Mist verhält. Zu diesen Aussagen: "1. Momentan laufen weder mit dem Betriebsrat noch dem lokalen BR Verhandlungen bezüglich des geplanten Personalabbaus. Es hat noch kein einziger Verhandlungstermin zwischen der Geschäftsleitung und den Betriebsräten statt gefunden." Diese Verhandlungen sind ja auch erst für Juni geplant - und der ist noch lang. Insofern muß das keine Falschaussage sein. Vielleicht sollte der Betriebsrat aber korrekterweise sagen, dass keine offizielle Verhandlung stattgefunden hat. Und ob uns erzählt wird, was hinter verschlossenen Türen gemauschelt wird, das wage ich zu bezweifeln. Verhandlungen über Aufhebungsverträge gabe es aber sehr wohl schon. "2. Für alle Massnahmen, die die Resktrukturierungsmassnahmen in der CSC Deutschland betreffen, also auch eine mögliche Verlagerung des Helpdesks in Immenstaad, ist der Gesamtbetriebsrat zuständig. In diesem sind wir durch zwei BR-Mitglieder ( Verena und Manfred ) vertreten, um die Interessen der Mitarbeiter bestmöglichst zu vertreten." Auch hier gilt gleiches wie bei Punkt 1. Angesprochen wird eine mögliche Verlagerung des Helpdesks in Immenstand. Immerhin es wird nicht verneint, dass dies passieren könnte. In Immenstaad sitzen aber mehr Leute, als nur der Helpdesk. Was ist mit diesen? Der BR geht in seiner Stellungnahme nur auf die Restrukturierungsmassnahmen in Deutschland ein. Dass in England dies schon im vollen Gange ist wird wohlweislich verschiegen, obwohl dies ja auch in die Kompetenz des GBR fällt. Die Deutung dieser widersprüchlichen und genau abgestimmten Aussagen kann jeder selber machen. "3. Sobald es etwas Neues zu berichten gibt, bzw. die Verhandlungen begonnen haben, werden wir Euch natürlich umgehend informieren." Wann es etwas Neues zu berichten gibt, ist subjektives Empfinden. Wann die Belegschaft informiert wird, daß die Verhandlungen begonnen haben ebenfalls. Aus den Aussagen ist aber klar zu entnehmen, daß es Verhandlungen geben wird ( aus welchem Grunde, wenn den Aussagen von Jan Hülsmann Glauben geschenkt werden sollte, gibt es sonst Verhandlungen ). Das Projekt und die Öffentlichkeitsarbeit hat jede Menge Druck auf Geschäftsleitung und GBR erzeugt. Und die versuchen jetzt zurückzurudern und aus der Schusslinie zu kommen. Das spricht für uns - nicht nachzulassen und genau so weiter zu machen.
    • Re: Betriebsarbeit und Betriebsrat

      Abgeschickt von Webmaster am 31.month_may.2006 22:54
      Es kristallisiert sich langsam heraus. Es ist nicht ein Standort betroffen - gemeint sind wir alle. Vielleicht sogar am Ende die Manager die sich noch so sicher fühlen. Vielleicht wird Ihnen ja eine Stelle in Lettland, oder Ungarn ... angeboten. Betroffen werden Sie vielleicht genauso sein wie wir. Höchste Zeit, dass sich das Mangement überlegt, wo und wie es sich positioniert. Das muss sich ein Baumann, Scheunengraber, oder Hülsmann überlegen. Gemeint sind wir alle. Wir müssen Treffen einberufen, wo wir uns organieren und überlegen, wie wir Druck und Öffentlichkeit aufbauen können. Ich finde es super - wen bei Google bei Stichwort CSC der Hit auftaucht: " CSC radelt gegen die Wand". Weiter so! Mobilisiert die Öffentlichkeit und macht regional die Medien auf die Situation aufmerksam. Schickt Pressemitteilungen an IT-Network. IT-Network macht diese Ebene des Betriebskampfes überhaupt erst möglich. Spendet und verhaltet euch solidarisch.
    • Re: Betriebsarbeit und Betriebsrat

      Abgeschickt von Webmaster am 31.month_may.2006 17:18
      In der Tat haben an den großen Standorten (Wiesbaden, Stuttgart, Köln, Hamburg) Betriebsversammlungen bis einschl. 31.05.2006 stattgefunden. Ich habe selbst an einer Veranstaltung teilgenommen. Wenn Ihr etwas bewegen möchtet, dann solltet Ihr gleich damit beginnen. Verlaßt Euch nicht auf die Betriebsräte - diese haben andere (eigene) Interessen - auch wenn sie in der Öffentlichkeit gelegentlich kritisch und kämpferisch auftreten! Die entscheidende Frage an dieser Stelle ist doch: Wie kann ich einem Konzern das Leben so schwer wie möglich machen? Der Konzern ist in erster Linie daran interessiert, daß die Abwicklung des Personalabbaus möglichst ruhig und ohne viel Gegenwehr erfolgen kann. Time is money! Der Konzern muß z.T. enorme finanzielle Mittel aufwenden, um Auflösungsvereinbarungen, Abfindungen, Sozialpläne etc. zu finanzieren. Ergo: Wie schwäche ich die finanzielle Position des Konzerns? Was kann ich als einzelner tun, um die Finanzkraft zu schwächen, den Betriebsablauf stören und somit den Motor des Personalabbaus zu bremsen? Jetzt seid Ihr dran! Seid kreativ! So schwer ist das garnicht, wenn Ihr Euch solidarisch zu allen betroffenen Kollegen verhaltet und Euch gemeinsam sachlich und konstruktiv abstimmt! Möglicherweise werdet Ihr den Personalabbau und die Schließung der Niederlassung nicht verhindern können. Aber Ihr könnt es der Geschäftsleitung sehr schwer machen. Vielleicht sogar so schwer, daß sie von einer Schließung absieht. Dies setzt allerdings voraus, daß sich die Belegschaft über Strategien, Aktionen und Vorgehen einig wird. Also: Was habt Ihr noch zu verlieren? Viel Glück!
    • Re: Betriebsarbeit und Betriebsrat

      Abgeschickt von Webmaster am 16.month_jun.2006 00:09
      Betriebsräte bestehen aus Personen, insofern ist meines Erachtens eine pauschale Kritik schwierig. Die Aufgabe der Betriebsräte ist die Vermittlung zwischen Geschäftsführung und Beschäftigten. Nach der Betriebsversammlung mit der Geschäftsführung und den Offenbarungen, dauerte es Wochen, bis der Betriebsrat sich äußerte - und das ist schlecht. Wir wissen nicht, in welchen Verhandlungen der Betriebsrat mit der Geschäftsführung steht. Wir wissen auch nicht, welche Überlegungen der Betriebsrat sich macht, bzw. welche Initiativen er ergreift. Wir wissen aber, daß er mit uns nicht kommuniziert hat, um unsere Interessen zu vertreten und aufzugreifen. Und das ist auch schlecht. Zwangsläufig reagiert hat er durch den Druck, der durch das Projekt entstanden ist. Und das ist gut so. Schlecht ist, daß ein Betriebsrat erst reagiert, wenn er unter Druck gerät und dies so lange dauert. Schlecht ist aber auch, wenn die Betroffenen so lange brauchen, um den Betriebsrat unter Druck zu setzen. Gut ist, wenn wir uns am Mittwoch im IG-Metall Haus treffen und die Initiative ergreifen und möglichst viele aktiv daran teilnehmen. Gut ist, wenn wir dabei von Menschen unterstützt werden, die Erfahrung in Betriebsarbeit haben. Gut ist, wenn wir es schaffen den Standort zu erhalten, Entlassungen zu verhindern. Und das bedeutet öffentlichen Druck aufzubauen, sich Gedanken über alternative Konzepte zu machen. Gut ist, wenn wir den Preis für diesen Raubritterkapitalismus nach oben treiben. Wir arbeiten gut und profitabel und es gibt keinen nachvollziehbaren Grund uns abzuschaffen. Was haben wir zu verlieren außer unserer Angst. Gut ist, wenn unsere Solidarität zur Waffe wird und wir uns nicht gegeneinander ausspielen lassen. Denn so hätten Sie uns gern. Also heul nicht und tu was. 8)
    • Betriebsversammlung in Immenstaad

      Abgeschickt von Webmaster am 07.month_aug.2006 22:39
      Am Donnerstag den 03.08. fand in Immenstaad eine Betriebsversammlung u.a. mit Gudrun Wittig aus Wiesbaden statt. Viel rumgekommen ist dabei nicht. Die Verlagerung des ISG-Supports wurde vorerst gestoppt. Geschäftsleitung und Betriebsrat befinden sich noch in der Informationsphase. Den Beschäftigten wird angeblich in ca. 2 Wochen mitgeteilt, in welches Osteuropäische Land der Helpdesk ausgelagert werden soll. Im ersten Halbjahr des nächsten Jahres soll der Helpdesk dann verlagert werden. Es gab einen Fragenkatalog, dessen Beantwortung in geschultem Managervokabular konkret ausgewichen wurde. Einmal mehr wurde klar, dass es von Seiten des Managements keine Unterstützung gibt, den Helpdesk am Standort zu erhalten. Vielleicht kann den Inhalt der Betriebsversammlung ja noch jemand ergänzen.
    • Re: Betriebsarbeit und Betriebsrat

      Abgeschickt von Webmaster am 16.month_jun.2006 08:12
      Leute, werdet wach!!!! Es geht schon lange nicht mehr darum, über Entlassungen zu diskutieren! So beschissen das klingt: es steht jedem Unternehmen jederzeit frei, Mitarbeiter zu entlassen! Jetzt kann nur noch Schadensbegrenzung betrieben werden. Vielleicht sollte sich jeder mal überlegen, ob er/sie überhaupt in einem solchen Unternehmen arbeiten möchte?
    • Re: Betriebsarbeit und Betriebsrat

      Abgeschickt von Webmaster am 08.month_jun.2006 23:53
      Es ist ziemlich offensichtlich, daß uns Teile des Betriebsrates hängen lassen, über die Klinge springen lassen um ihren eigenen Arsch zu retten. Merkwürdig, da es genau ihre Aufgabe wäre, mit dem speziellen Kündigungsschutz aktiv zu werden und unser alle Interessen zu vertreten. Zivilcourage weit gefehlt. Könnt ihr eigentlich noch ruhigen Gewissens schlafen? Wir warten auf eine Antwort. Das heißt konkret den Betriebsrat zu kicken ( die WM lässt grüßen ), und die Verantwortlichen ( vielleicht sollten da auch so langsam Namen fallen ) an die Wand zu fahren. Nicht mehr grüßen, nicht mehr ernst nehmen und verbal angreifen. Seit den Betriebsversammlungen ist von diesen Arschkriechern nichts mehr zu hören. Am Standort Immenstaad wird es in Bälde eine Einladung zu einem Betriebsgruppentreffen geben. Momentan wird Ort und Zeit geklärt. Wer daran teilnehmen und weiter Infos haben will: Kontaktadresse: honey@labournet.info Andere betroffen Standorte und von Entlassung bedrohte Beschäftige, bzw. Menschen, die wissen wie Zivilcourage geschrieben wird, sollten ähnliche Initiativen ergreifen. Lasst uns gemeinsam an Konzepten arbeiten unsere Arbeitsplätze zu sichern und den Verantwortlichen einen richtig heissen Sommer zu besorgen, den Sie so schnell nicht vergessen werden - und wir auch nicht. Es gibt kein ruhiges CSC Hinterland. Aufruhr Widerstand nehmt die Fabriken in eure Hand. Es gibt viele wunden Punkte, wo wir unsere Finger drauflegen und drücken können. Wie radelt das CSC-Team ohne Belegschaft und wer finanziert das? Wir müssen einfach nur begreifen und diskutieren, welche Macht wir haben. Im Moment sind sind die oben noch auf uns angewiesen - und das ist unsere Change. Und wenn vieleicht nicht für uns, dann für die nächsten, die das gleiche Schicksal erfahren werden. Kollegen und KollegInnen legt eure Ängste ab. Werdet aktiv. Denn wir können nur Kämpfe verlieren, die wir führen - die nicht geführten sind bereits verloren. Ein Betroffener und Überflüssiger