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UPS: Bossing gegen Betriebsräte

erstellt von oops zuletzt verändert: 23.08.2008 08:48
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  • UPS: Bossing gegen Betriebsräte

    Abgeschickt von oops am 01.month_oct.2005 17:44
    Bossing kann beim United Parcel Service jede Kollegin, jeden Kollegen treffen. Darin unterscheiden wir uns leider nicht von den meisten anderen Firmen. Dem Boss passen Herkunft oder Hautfarbe nicht, die politische oder sexuelle Orientierung ist nicht genehm oder deine Nase ist ihm zu schief oder zu gerade... Ein Boss, der entsprechend drauf ist, findet immer einen Grund, jemanden systematisch zu schikanieren. Eine bestimmte Sorte Mitarbeiter/innen kann bei UPS allerdings sicher sein, dass sie Ziel von Bossing-Attacken wird: Nämlich gewerkschaftlich orientierte und engagierte Betriebsräte. (siehe hierzu auch den Artikel "Union Busting und Kampf gegen Betriebsräte" Diese Attacken sind bei uns auch nicht das Privatvergnügen einzelner Vorgesetzter und Manager, sondern offensichtlich systematisch, abgesprochen und von oben gedeckt. UPS hat sogar einen eigenen Geschäftsleitungssektor, der sich mit einer entsprechenden Behandlung engagierter Betriebsräte befaßt: Die Labour-Manager. Etliche Vorkommnisse, bei denen Betriebsräte und aktive Gewerkschafter/innen Bossing-Ziele waren bzw. sind, wurden auf der Galeere bereits dokumentiert. Hier soll nun speziell dieses Thema diskutiert werden. Nicht, weil solche Kolleginnen und Kollegen "Opfer erster Klasse" wären, sondern weil sie für das Management das este Angriffsziel darstellen und entscheidend sind für den Kampf um ein besseres UPS. [url href="/../projekte/galeere/busting"]Union Busting und Kampf gegen Betriebsräte[/url]
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 10.month_aug.2007 12:24
      Eigentlich heißt es, dass man als Betriebsrat vor Übergriffen durch die Chefs bzw. die Unternehmensführung gesetzlich geschützt ist. Meine Erfahrung: Man ist ihnen im Gegenteil mehr ausgeliefert. Das Betriebsverfasungsgesetz ist in solchen Fällen so viel wert wie Klopapier. Und die Chefs wischen sich denn auch wirklich ihre Allerwertesten damit ab. :disgust:
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 20.month_oct.2005 11:41
      Hallo liebe Kollegen! Hat sich im z.Z. härtesten Fall Bossing gegen Betriebsräte, in Stuttgart, vor dem LAG schon was ergeben? Lasst mal hören und haltet alle die Ohren steif!
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 16.month_oct.2005 21:32
      Genauer: Artikel 9 GG. Der Verfassungsschutz nimmt seinen Job nicht ernst :) !!!
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 06.month_feb.2006 17:16
      Neben dem Bossing gegen Betriebsräte (ist übrigens vor den Wahlen noch mal schlimmer geworden) sollte die Belohnung/Bestrafung von BR-Kandidaten nicht vergessen werden. Wenn du einer Managementliste deine Stützunterschrift verweigerst oder gar auf der Gewerkschaftsliste kandidierst, wirst das übel bestraft. Leute verlieren extrajobs, mit denen sie ein paar Euro zusätzlich verdient haben, Urlaubsanträge werden ohne Begründung abgelehnt, Beleidigungen, ständige nervige Zwangsgespräche usw. usf., das ganze Mobbingregister eben, das einem Vorgesetzten zur Verfügung steht. Jeder, der schon ein paar Jahre dabei ist, weiß das. Aber UPS kommt mit diesen kriminellen Methoden eben durch. Ich hoffe, dass es euch gelingt, den Druck so zu erhöhen, dass das bei den Wahlen in vier oder in acht Jahren anders aussieht.
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 06.month_apr.2006 17:07
      Hallo zusammen! Habt ihr euch schon mal überlegt, daß für den Geisteszustand eurer Manager vielleicht nicht (nur) Hirnwäsche verantwortlich ist? Überlegt mal. Ich war früher Teamleader und bin jetzt glücklich von ups geschieden. Viel Erfolg wünsche ich euch allen! Es gibt ein Leben nach UPS!
    • Zaghaft ?!

      Abgeschickt von siggi NN am 17.month_oct.2005 21:17
      Nicht zaghaft sein, ist oft leichter gesagt als getan. Insbesondere wenn die Mehrheit des Betriebsrats nicht hinter einem steht wie es in Nürnberg der Fall zu sein scheint. Ich komme aus Frankfurt und habe es bekannterweise auch mit einem solchen Arbeitgeberbetriebsrat zu tun. Wenn ich mal wieder vor so einer Entscheidung stehe, dann frage ich mich, ob ich den Schwanz einziehe oder ob mir die Sache den ganzen Ärger wert ist. Das kann jeder nur für sich allein entscheiden. Was kann er tun, wenn er sich nicht alles gefallen lassen will. Der Kollege kann es einfach darauf ankommen lassen und so weiter arbeiten wie bisher, also genauso wie seine Arbeitskollegen weiterhin Überstunden machen und diese wenn irgent möglich dokumentieren. Mal schaun was dann passiert. Bekommt er eine Abmahnung - die kann er ja auf jeden Fall riskieren und mit hinweis auf die Gesetze eine Entfernung aus der Personalakte verlangen - kann er dagegen klagen und sich bis zur Gerichtsentscheidung an die Abmahnung halten. Näheres kann ihm auf jeden Fall sein zuständiger ver.di Sekretär erklären.
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 16.month_oct.2005 21:23
      Zuerst einmal gegen das Grundgesetz (Koalitionsfreiheit)
    • Re: Krämerseele?

      Abgeschickt von oops am 10.month_oct.2005 08:14
      [quote:Anonymous User format="text/plain"]Manche Manager sind mit ihrer flegelhaften Art schon extrem anstrengend für ihre Umgebung. Bei dem von Dir genannten Mng. liegt der Fall aber aber anders: Er ist in Wirklichkeit ein herzensguter Mensch, der nur (manchmal vielleicht etwas ungeschickt) die Vorgaben aus Neuss umsetzt. Auch in dem hier dokumentierten Angriff auf BR-Rechte soll ja J.R. der direkt Schuldige sein. Zu Deinem letzten Satz: Persönlicher Frust spielt meiner Erfahrung nach bei unseren Bossen eine sehr große Rolle. Und [em]fähig[/em] wären sie schon, aber der böse Realitätsverlust läßt sie ja offenbar glauben, sie stünden über dem Gesetz.[/quote] Man kann bestimmt nicht von einem "herzensguten" Menschen sprechen, wenn jemand rechtswidrige Vorgaben von wem auch immer, wie auch immer umsetzt. Diese Leute müssen endlich kapieren, dass es vor dem Recht nicht ausreicht, wenn man behauptet, "unrechtmäßige Befehle/Anordnungen lediglich ausgeführt zu haben...". Natürlich haftet J. R. so oder so - ob er nun der Initiator ist oder aber stillschweigend hinsieht, wie seine Untergebenen sich straffähig benehmen. Ich freue mich schon auf die ersten Gerichtsprozesse, zu denen die Durchgriffshaftenden bei UPS sich in aller Öffentlichkeit zu den unzähligen Verstößen ihrer Untergebenen verantworten dürfen... Doch nochmal zu dem Herrn K.: Unter anderem § 119 BetrVG sollte ihm inhaltlich bekannt sein... Da kann er dann, wenn es soweit ist vermutlich in "herzensguter" Manier dem Staatsanwalt versuchen zu verkaufen, dass er seine strafbaren Handlungen gegen Betriebsverfassungsorgane "gut" gemeint hat! Vielleicht gerät er ja an einen Strafrichter, der ihm dann aus lauter "Herzensgüte" noch eine Ordnungsstrafe wegen "Veräppelung" des Gerichts verpasst, wenn Herr K. ihm mit solch einem hirnrissigen Argument kommt... Da lachen ja die Hühner!
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 22.month_mar.2006 19:11
      Wenn du eine eigene Liste machen willst und die gefällt den herrschaften im 1.Stock nicht dann sagen sie dir ob du blöd bist, das nützt nur den scheißgewerkschaft. Dann sagen sie dir das du ja auf ihre Liste kannst. Aber auf die 1. Plätze kommst du natürlich nicht. Die reine Verarsche
    • Der Kleine wird UPS-Manager

      Abgeschickt von oops am 14.month_oct.2005 18:01
      Du wirst ein gutes Leben haben, Pinocchio - und, sorry, eine große Nase.
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 02.month_oct.2005 20:13
      Des Wahnsinns fette Beute, oder? Wer oder was reitet das Management? Wenn schon wir UPSler geopfert werden - die Anwälte freuen sich wenigstens!
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 06.month_dec.2005 13:03
      Was seid ihr denn für eine Firma? Alles liebe und schöne Grüße! Tolle Internetseite!;)
    • Urteilsverkündung im Stuttgarter Prozess aufgeschoben

      Abgeschickt von oops am 18.month_nov.2005 15:31
      Die Urteilsverkündung des LAG Stuttgart wurde auf den 30.11. vertagt.
    • TNT!

      Abgeschickt von oops am 07.month_oct.2005 16:16
      Und was bei UPS klappt machen andere gerne nach: TNT Wiesbaden gibt den Kampf gegen den Betriebsrat nicht auf TNT Express (Wiesbaden): ver.di erwägt Strafanzeige. Geld spielt keine Rolle, wenn es gegen den Betriebsrat geht - 12.000 Euro für Detektive „Unter dem Vorwand einer angeblich vorgetäuschten einwöchigen Krankheit und dadurch verursachtem Lohnfortzahlungsbetrug versucht TNT Wiesbaden erneut, ein aktives Betriebsratsmitglied zu kündigen oder zumindest aus dem Betriebsrat zu drängen. Trotz Einschaltung einer Detektei, die Kosten in Höhe von 12.000 Euro verursacht hat, konnte TNT jedoch am 30. September für ihre Behauptung keinerlei Beweise vor dem Arbeitsgericht Wiesbaden vorlegen…“ Meldung von verdi Hessen vom 6. Oktober 2005 [url href="http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/sonstige/tnt_schikane.html"]mehr...[/url]
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 18.month_oct.2005 20:45
      8)8)8)8)8)8)8)8)8)
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 18.month_oct.2005 14:12
      Frankfurt kenne ich (leider?!) nicht, aber ich finde die Prügel für alle, die sich manchmal nicht hundertprozentig standhaft und vernünftig verhalten, ein wenig überzogen und nicht sachdienlich. UPS hat im Kleinkrieg und Terror gegen Gewerkschafter, echte Betriebsräte und aktive Kollegen einfach enorm viele Mittel. Und das Management wendet diese Mittel bekanntlich auch skrupellos und weitgehend ungestraft an. Wir sollten nur denen auf den Kopf scheißen, die hundertprozentig hinter diesen Sauereien stehen oder sie sogar anordnen. Beim großen Mittelfeld der Mitläufer und manchmal Mutlosen muß doch differenziert werden und auch mal die Hand gereicht (gut, manchmal auch auf die Finger geklopft). Sonst könnten wir jede Hoffnung auf Veränderung zum Besseren gleich aufgeben. Menschen denken, reflektieren, ändern sich... Euer Optimissimo Hier übrigens für die Kollegen, die die entsprechenden Gesetze gefunden haben, die tollen Preise: [icon:g1/][icon:g1/][icon:g1/]
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von siggi NN am 18.month_oct.2005 13:08
      Du verstehst meinen Beitrag falsch. Bei Problemen mit Vorgesetzten, Managern etc. wäge ich ab, ob es die Sache wert ist dafür zu kämpfen oder nicht. D.h. doch noch lange nicht, daß ich jedes mal den Schwanz einziehe. Man kann seine Energie auch für Kleinigkeiten verschwenden und ist dann ganz schnell als Quertreiber verschrieen, auch bei den Kollegen. Damit erreichst man gar nichts. Bei Dingen die mir wichtig sind versuche ich es bei meinen Vorgesetzten erst im Guten (vieles läßt sich so regeln), nur wenn das nicht klapt kommt die Keule. Ansonsten gebe ich dir völlig Recht! Wer bei der nächsten Wahl diesen Arbeitgeberverein Cumuru, Gnerlich, König, Kusay wählt der ist selber Schuld und darf sich nachher nicht wundern wenn der BR im Fall der Fälle sprich Kündigung oder Abmahnung etc. nicht hinter ihm steht. Ich jedenfalls habe gelernt, daß diese Herren nichts für mich getan haben und habe meine Konsequenzen daraus gezogen.
    • Betriebsräte UPS vs. UPS in Darmstadt

      Abgeschickt von oops am 14.month_oct.2005 06:14
      Spätestens mit dem Urteil beim Darmstädter Arbeitsgericht gegen UPS ist in aller Öffentlichkeit deutlich geworden, was unsere Justiz von Unternehmen hält, die meinen, unser Betriebsverfassungsgesetz nach eigenem Gutdünken interpretieren und missachten zu können. Besonders schwer wiegt das Vorgehen des verantwortlichen Personalleiters Betz, wenn man bedenkt, dass er selbst als langjähriges Betriebsratsmitglied in der Niederlassung Frankfurt tätig war. Also nicht behaupten kann, unser BetrVG wäre ihm aus Sicht eines Beschäftigtenvertreters völlig fremd. Aber im Frankfurter BR ticken die Uhren irgendwie anders, denn während Herne als "Brutstätte" vieler UPS-Manager nach Art solcher wie Hergesell sind - ein Manager, der zunächst in Stuttgart vor dem Strafrichter stand und wohl meint, weil er dort nochmal mit einem blauen Auge davonkam, nun in Gustavsburg seine linken Dinger gegen Betriebsverfassungsorgane weitertreiben zu können - ist Frankfurt wohl die Brutstätte der in den Betriebsrat und Gesamtbetriebstrat eingeschleusten Supervisoren und Manager. Dass diese zum puren Eigennutz sowie einseitigen Nutzen von UPS agieren und Herrn Betz und seine Personalsachbearbeiter bei der "Bearbeitung" und "Beseitigung" gewerkschaftsorientierter Mitarbeiter und Frankfurter ver.di-BRe tatkräftig unterstützen, ist eindeutig. Ebenso ergeht es den ver.di-BRen in Nürnberg. Während man nämlich aus den Niederlassungen Gustavsburg, Stuttgart und Köln/Bonn erfährt, dass dort der Arbeitgeber sich ständig eine Blutige Nase holt, weil ver.di-Betriebsräte erfolgreich für die Beschäftigten klagen, sind in Nürnberg und vor allem in Frankfurt/Main die Pseudo-BRe ausschließlich am Prozessieren, weil sie sich vor Gericht wegen Wahlvergehen und klare Pflichtverletzungen verantworten müssen. Beim Frankfurter AG und LAG sind da die Supervisoren Cumura und König sowie der Manager Kusay "sehr bekannt"... Und ihre Respektlosigkeit gegenüber unserem Rechtsstaat kennt da offensichtlich keine Grenze - so sehr wird da fallweise gelogen und betrogen! Umso mehr dürfen wir ver.di-Betriebsräte das Darmstädter AG-Urteil gegen UPS begrüßen. Es zeigt uns einmal mehr, dass unsere Arbeit im Sinne unserer UPS Kollginnen und Kollegen zwar von gewissen UPS-Managern aus Personal und einigen managementmanipulierten Betriebsräten torpediert wird, aber letztendlich in Justitia's Waagschale ihren berechtigten Zuspruch und Schutz findet. Herr Betz, Sie haben bei einem Interview unter anderem Ihre Weigerung, die Gustavsburger Betriebsräte rechtmäßig für geleistete Betriebsratsarbeit zu entlohnen, damit begründet, dass der BR Gustavsburg gegenüber anderen UPS BRe angeblich das 8-fache kosten würde... Dabei haben Sie jedoch unter anderem verschwiegen, was unsere Firma so alles an Kosten aufbringen muss, für die Pseudo-Betriebsräte im Range von Supervisoren und Managern. Oder monatlich berappen muss, für die ganzen degradierten DivManager und sonstigen Ex-Manager, die sich mit unverändertem Salär nun als Supis "die Nüsse schaukeln"... Einmal davon abgesehen, dass sie als gelernter Germanist wohl meinen, wem auch immer mit dieser Wischi-Waschi-Rethorik verklickern zu müssen, die Gustavsburger BRe wären Verursacher unnötiger Kosten, sollten Sie als Manager, der gerademal ein Jahr als Operationsmanager tätig sein durfte und als "Nicht-Volljurist" zwar vieles zur Beseitigung Ihrer offensichtlichen Wissenslücken denken - und das ein oder andere auch im Gedächtnis behalten -, aber um Himmls Willen nicht alles, was Sie so denken sagen... Immerhin könnte es ein, dass bei Ihren vermutlich nicht nur nicht 100%-ig qualifizierten Äußerungen sogar dem ein oder anderen Managerkollegen sich die Nackenhaare kräuseln! Doch werden Sie bitte nicht entmutigt, denn obwohl wir Sie schon lange kennen, ist uns das von Ihnen Geäußerte immer wieder ein genüssliches Schnalzen mit der Zunge oder einen kräftigen Schenkelklopfer wert. Sie sind zuweilen sehr amüsant aber fast immer sehr transparent 8)
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 27.month_mar.2006 22:21
      "Wenn du eine eigene Liste machen willst und die gefällt den herrschaften im 1.Stock nicht dann sagen sie dir ob du blöd bist, das nützt nur den scheißgewerkschaft. Dann sagen sie dir das du ja auf ihre Liste kannst. Aber auf die 1. Plätze kommst du natürlich nicht. Die reine Verarsche" Ich denke mal Du hast es schon ausprobiert auf einen vorderen Listenplatz zu kommen. Scheint, Gott sei Dank, nicht geklappt zu haben. Das liegt wohl daran, dass diejenigen, die da vorne stehen, schon jahrelang den Kopf für Dich Pfeife hinhalten. Oder anders ausgedrückt, damit auch so ein Hohlkopf, wie Du es zu sein scheinst, es versteht: Fang mal erst unten an und bewege kleine Päckchen in der Smallsort, bevor du an die überschweren Pakete gehst. Denk mal drüber nach!
    • UPS-Management vs. ver.di

      Abgeschickt von oops am 08.month_oct.2005 14:12
      Klar, dass gewerkschaftlich orientierte Betriebsräte beim United Parcel Service schikaniert, verarscht, oder auch schon mal mit Kündigungen überzogen werden. Bemerkenswert ist dabei, wie das Management über Gesetze, die Verfassung und die einfachsten Ansprüche menschlicher Vernunft hinwegtrampelt! Das Gesetz verlangt vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und BR? Die Verfassung garantiert das Recht, sich frei und ungehindert in Gewerkschaften zusammenzuschließen? Benachteiligung von Beschäftigten und gerade von Betriebsräten aufgrund ihres gewerkschaftlichen Engagements ist verboten? "Scheiß drauf!", scheinen UPS-Manager zu meinen. Dass sie damit der Firma und der Unternehmensphilosophie, die sie angeblich vertreten, massiv schaden, können sie schon nicht mehr wahrnehmen. Statt einer langen Liste hier erstmal ein aktuelles Beispiel aus Nürnberg. Hier haben sich die vier ver.di Betriebsräte (das Gremium ist insgesamt elfköpfig) scheinbar schon damit abgefunden, dass ihnen von seiten des Labor-Managers der Zugang zum Intranet, sogar zum Computer oder anderen Mitteln verwehrt wird. Informationen, die andere BR-Mitglieder umstandslos erhalten, werden ihnen sowieso vorenthalten. (Auch mal wieder klagen, Jungs! - auch wenn ihr dann als prozeßwütig dargestellt werdet) Jetzt hat sich der zuständige Manager Wolfgang Krämer dazu verstiegen, dem Betriebsrat eine sehr preiswerte und seit Monaten anberaumte Inhouse-Grundschulung für die Neuen im BR (hauptsächlich ver.di Kollegen) nicht zu genehmigen! Seine aufschlußreiche Begründung: Die Kosten für die Schulung seien dem Unternehmen zu hoch. Diese Entscheidung sei gerade erst gefallen - offenbar mußte das Management erstmal ein paar Monate darüber nachdenken. Ein kurzer Blick in den Gesetzestext hätte ihm gezeigt, dass er damit dem Recht klar zuwiderhandelt. Dem vorangegangenen, durch T. Dedes (aktueller BR-Vorsitzender) Schuld unwirksam gewählten Betriebsrat, in dem die Gewerkschaftsliste nach Ausschluß von der Wahl nicht vertreten war, wurde die notwendige Schulung natürlich nicht verwehrt. Unklar bleibt, ob das Management mit solchen Machenschaften denpersönlichen Frust bewältigen oder der Firma schaden will - und ob sie nicht Willens oder einfach unfähig sind, sich an die Gesetze zu halten.
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 23.month_apr.2006 12:34
      Ihr gehört mit Lidl, SAP und ATU zu einem Pilotprojekt. Titel des Projekts: Wie weit können Arbeitgeber in Deutschland gehen? Mit netzwerkit macht Ihr was, das die Kolleg/innen dort auch machen sollten. Ihr macht auf diese gewaltige Schweinerei aufmerksam und greift ein. Merci, dass es Euch gibt...:grin:
      • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

        Abgeschickt von oops am 13.month_jan.2007 18:53
        Habe ich früher nie geglaubt, wie sehr Bossing (und das unausweichliche Mobbing der Trittbrettfahrer) einer Firma [em]direkt[/em] schaden können. Eigentlich hätte es mich nicht wundern sollen, dass dieser Schaden bereitwillig akzeptiert wird. Schließlich gibt die Geschäftsleitung auch große Summen für Gerichtsverfahren aus, deren einziger Zweck es ist, Gewerkschafter und Betriebsräte zu schikanieren und fertigzumachen. Leider gibt es noch zu weig organisierte Gegenwehr. Auch was von der Gewerkschaft unternommen wird, um ihre Aktivisten im Betrieb zu schützen ist bei weitem nicht angemessen. Was also tun? :zz:
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 02.month_oct.2005 16:57
      In Frankfurt leistet sich UPS einen Kündigungsprozeß nach dem anderen gegen einen einzigen Kollegen. Hintergrund ist, dass der Mann sich engagiert und furchtlos um die Anliegen der Mitarbeiter kümmert und offen als Gewerkschafter auftritt. Deshalb soll er von seinen Kollegen ferngehalten werden, und zwar um jeden Preis. Drei Prozeße hat er schon gewonnen, der vierte läuft noch. Mal abgesehen von dem Unrecht, das ihm da geschieht, zeigt das auch, was sich das UPS-Management so eine Schikane kosten läßt. Das müßen allein in diesem einen Fall zehntausende Euro sein. Auch wenn Ihr die Hintergründe des Falles nicht kennt, schon dass die Arbeitsgerichte UPS ein ums andere Mal zur Weiterbeschäftigung zwingen zeigt, wer hier im Recht ist. Noch deutlicher in Stuttgart: Wenn die Zahlen, die ich gelesen habe, stimmen, dann ist das doch ein Hammer: 69 Prozeße zwischen Betriebsrat und UPS in den letzten 18 Monaten und nur zwei hat der Betriebsrat verloren. Die UPS Produkte werden für unsere Kunden immer mal wieder teurer, UPS hat für Sozialleistungen und sinnvolle Anschaffungen immer wieder "kein Geld". Für unsinnige Prozeße und einen dummen Krieg gegen Gewerkschafter reicht es aber allemal.
    • Urteilsverkündung Stuttgart: 16.11.05

      Abgeschickt von oops am 24.month_oct.2005 18:35
      spannend...
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 17.month_oct.2005 17:19
      ...Hier wird offenbar gegen eine ganze Menge gesetzliche Vorschriften verstoßen... Ich hätte mal anzubieten: BetrVG § 75 Grundsätze für die Behandlung der Betriebsangehörigen (1) Arbeitgeber und Betriebsrat haben darüber zu wachen, daß alle im Betrieb tätigen Personen nach den Grundsätzen von Recht und Billigkeit behandelt werden, insbesondere, daß jede unterschiedliche Behandlung von Personen wegen ihrer Abstammung, Religion, Nationalität, Herkunft, politischen oder gewerkschaftlichen Betätigung oder Einstellung oder wegen ihres Geschlechts unterbleibt. Sie haben darauf zu achten, daß Arbeitnehmer nicht wegen Überschreitung bestimmter Altersstufen benachteiligt werden. und: BetrVG § 78 Schutzbestimmungen Die Mitglieder des Betriebsrats (...) dürfen in der Ausübung ihrer Tätigkeit nicht gestört oder behindert werden. Sie dürfen wegen ihrer Tätigkeit nicht benachteiligt oder begünstigt werden; dies gilt auch für ihre berufliche Entwicklung. und zuguterletzt: BetrVG § 119 Straftaten gegen Betriebsverfassungsorgane und ihre Mitglieder (1) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer 1. eine Wahl des Betriebsrats, der Jugend- und Auszubildendenvertretung, der Bordvertretung, des Seebetriebsrats oder der in § 3 Abs. 1 Nr. 1 oder 2 bezeichneten Vertretungen der Arbeitnehmer behindert oder durch Zufügung oder Androhung von Nachteilen oder durch Gewährung oder Versprechen von Vorteilen beeinflußt, 2. die Tätigkeit des Betriebsrats, des Gesamtbetriebsrats, des Konzernbetriebsrats, der Jugend- und Auszubildendenvertretung, der Gesamt-Jugend- und Auszubildendenvertretung, der Bordvertretung, des Seebetriebsrats, der in § 3 Abs. 1 Nr. 1 oder 2 bezeichneten Vertretungen der Arbeitnehmer, der Einigungsstelle, der in § 76 Abs. 8 bezeichneten tariflichen Schlichtungsstelle, der in § 86 bezeichneten betrieblichen Beschwerdestelle oder des Wirtschaftsausschusses behindert oder stört oder 3. ein Mitglied oder ein Ersatzmitglied des Betriebsrats, des Gesamtbetriebsrats, des Konzernbetriebsrats, der Jugend- und Auszubildendenvertretung, der Gesamt-Jugend- und Auszubildendenvertretung, der Bordvertretung, des Seebetriebsrats, der in § 3 Abs. 1 Nr. 1 oder 2 bezeichneten Vertretungen der Arbeitnehmer, der Einigungsstelle, der in § 76 Abs. 8 bezeichneten Schlichtungsstelle, der in § 86 bezeichneten betrieblichen Beschwerdestelle oder des Wirtschaftsausschusses um seiner Tätigkeit willen benachteiligt oder begünstigt. Sei mal nicht so zaghaft, Herr Kollege!
    • Re: UPS: Bossing gegen Betriebsräte

      Abgeschickt von oops am 28.month_mar.2006 14:58
      Na ja. Dass die Supervisor, die auf den ersten Plätzen der Management- und Pseudoarbeiterlisten für den BR kandidieren den Kopf für irgendwen hinhalten sehe ich eigentlich nicht. Okay, für ihre Auftraggeber zuweilen schon, aber da steht ja auch handfeste Belohnung in Aussicht - oder eben Bestrafung für "Abweichler". Das Problem bei den Vorschlagslisten, die nicht von der Geschäftsleitung initiiert und kontrolliert sind, aber auch nicht gewerkschaftlich orientiert, scheint mir folgendes zu sein: Viele, die die Sache so angehen, haben zwar ehrliche Absichten, aber auf Dauer nicht das Rückgrat, Drohungen und Verlockungen zu widerstehen. Bei nichtkonformen Verhalten hagelt es aber Drohungen, Sanktionen und Versprechen! Natürlich gibt es auch die, die in der Auseinandersetzung mit der GL und den gesteuerten Betriebsräten dazulernen und standhaft bleiben. Zu der Sorte scheinen aber die Leute, die der Kollege im vorletzten Beitrag erwähnt nicht zu gehören. Wenn man sich schon vor der Wahl einmachen lässt (mit dem vielsagenden Argument, eine eigene Liste würde der "Scheißgewerkschaft" nutzen), dann ist es wohl wirklich besser, man erhält nie ein BR-Mandat.
    • Re: Krämerseele?

      Abgeschickt von oops am 10.month_oct.2005 14:10
      Doch, ich denke auch der Mann ist herzensgut.(Wieübrigens auchJ.R.) Die verstellen sichur so geschickt;))