Solidarische Grüße aus dem Kölner Stadtrat
An
ver.di-Betriebsräte und Belegschaft bei UPS in Ditzingen
ver.di-Betriebsräte und Belegschaft bei UPS am Flughafen Köln/Bonn
Kolleginnen und Kollegen bei UPS Deutschland
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
über das „Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di“ und die Zeitung „Solidarität“ hab ich von dem innerbetrieblichen Regime bei UPS erfahren. Ich bin entsetzt über die von UPS angewandten Methoden: krankmachenden Arbeitsdruck, krankheitsbedingte Kündigungen, unhaltbare Abmahnungen, Mobbing und Psychoterror. Ich habe gehört, dass in der Niederlassung am Flughafen Köln/Bonn ein Betriebsrat sogar von einem Vorgesetzten tätlich angegriffen wurde.
Ich bin beeindruckt davon, dass es Kolleginnen und Kollegen gibt, die diesem Druck standhalten und oftmals in einer Minderheitenposition und umgeben von Managern gewerkschaftlich orientierte Betriebsratsarbeit leisten und für die Rechte der SortiererInnen und FahrerInnen eintreten.
Meine besondere Solidarität gilt dem Betriebsrat in Ditzingen und dessen Vorsitzenden Mahmut Gemili. Weil er sich mit aller Kraft für besser Verhältnisse bei UPS einsetzt, will ihne das Management mit allen Mitteln loswerden.
Die anstehenden Betriebsratswahlen in Ditzingen bieten die Möglichkeit dem UPS-Management eine Niederlage beizubringen. Nicht die ver.di-Betriebsratskollegen müssen gehen. Die Manager müssen aus dem Betriebsrat fliegen und UPS muss gezwungen werden, Manager, die Belegschaften und Betriebsräte terrorisieren, zurückzuziehen. Dies können wir erreichen, wenn wir eine bundesweite Kampagne zur Unterstützung der GewerkschafterInnen bei UPS führen. Der Anfang ist gemacht. Wenn ver.di und die Gewerkschaften insgesamt ihre Möglichkeiten nutzen, können wir gewinnen.
Ich wünsche den ver.di-KollegInnen in Ditzingen weiter viel Kraft für die Auseinandersetzung und bitte alle Kolleginnen und Kollegen bei UPS Ditzingen bei der Betriebsratswahl den ver.di-Betriebsräten ihre Stimme zu geben.
Mit solidarischen Grüßen
Claus Ludwig, Mitglied im Kölner Stadtrat (für das Kölner Bündnis "Gemeinsam gegen Sozialraub – GgS")

