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Einleitung

erstellt von Webmaster zuletzt verändert: 18.08.2008 09:09

Beim Nutzfahrzeughersteller MAN Salzgitter sollen bei der NEOMAN Bus GmbH im Busbereich 700 Beschäftigte abgebaut werden. 150 erhalten innerhalb des Unternehmens einen neuen Arbeitsplatz, 50 gehen in den Vorruhestand und ca. 400 sollen nach dem am 30.04.03 zwischen Betriebsrat und NEOMAN vereinbarten Interessensausgleich in eine Transfergesellschaft wechseln.

Es sollen noch zusätzlich 50 Stellen im Angestelltenbereich und 50 Stellen im Zeitlöhnerbereich gestrichten werden. Das macht zusammen 500 Menschen, die vom Arbeitsplatzverlust bedroht sind. Nach erheblichen "Druck" der Betroffenen, sah sich die MAN veranlasst, Änderungen am bestehenden Konzept durchzuführen. Es sollen nun möglicherweise 297 Menschen betriebsbedingt gekündigt werden, wenn sie nicht "freiwillig" in die Transfergesellschaft gehen. Ca 100 ältere und schwerbehinderte, vom Personalabbau betroffene Menschen, dürfen im Betrieb bleiben. Dafür soll, sehr wahrscheinlich im gesamten Busbau, die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich abgesenkt werden.

Die Belegschaft leidet seit Monaten an Informationsdefizit. Sie fühlen sich nicht oder schlecht informiert, trauen weder den Aussagen der Geschäftsleitung, noch der des Betriebsrats und der IG Metall Verwaltungsstelle Salzgitter.

Kernpunkt des Streites ist die Frage: Gibt MAN Ende 2005, also zum 1. Januar 2006, den Mitarbeitern, die bis dahin keine neue Anstellung gefunden haben eine Wiedereinstellungsgarantie? Die Mitarbeiter sagen "Nein". Dies ginge aus dem Interessensausgleich nicht hervor. Dort wird lediglich von der Möglichkeit der Wiedereinstellung gesprochen, nicht aber von einer Garantie. So heißt es dort in §8: "Sollten diese bis 31.12.2005 kein festes Beschäftigungsverhältnis bei einem anderen Arbeitgeber aufgenommen haben, werden diesen Mitarbeiter im Falle eines entsprechenden Personalbedarfs bei MAN bevorzugt berücksichtigt".

Auch die Ergänzung in der Protokollnotiz ist nicht klar genug; eine Wiedereinstellunggarantie für alle 500 ist es nicht. In der Protokollnotiz heißt es: "... wird ihnen eine Einstellung bei MAN Nutzfahrzeuge AG eröffnet. Nach heutiger Einschätzung können bei entsprechender konjunktureller Entwicklung nach dem vorgenannten Zeitraum bis zu 250 Mitarbeiter von MAN Nutzfahrzeuge AG wieder übernommen werden. Ist anlässlich ihrer Übernahme und aus konjunkturellen Gründen eine Vollbeschäftigung im Werk Salzgitter nicht möglich, sind entsprechende Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnausgleich zu vereinbaren."

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