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Siemens

erstellt von Webmaster zuletzt verändert: 18.08.2008 10:28

Im November 2002 gründeten Mitarbeiter am Standort Siemens München Hofmannstraße das Mitarbeiternetz NCI, um sich gemeinsam gegen den massiven Stellenabbau zu wehren und um ihre Rechte zu kämpfen. Es entwickelte sich eine beispiellose Solidaritaet zwischen Gewerkschaft und Kirchen. NCI umfasst heute über 700 aktive Mitglieder an mehreren Siemens Standorten.

Das gallische Dorf im Münchner Süden

Siemens ist drittgrößer Konzern in Deutschland; Im GJ 2002/2003 84 Mrd. EUR Umsatz, Gewinn nach Steuern 2,6 Mrd. EUR, trotzdem eine Steuerrückerstattung von 300 Millionen EUR in Deutschland. Wie jeder Großkonzern nimmt sich Siemens vor, schneller als der Markt zu wachsen. Um die dafür erforderliche Geschwindigkeit zu erreichen will Siemens bei dem schrumpfenden Telekommunikationsmarkt die Wertschöpfung über die Reduzierung der Personalkosten erreichen, d.h. Entlassungen, Outsourcing, Verlagerung der Entwicklung in Billiglohnländer, um dort mit Hilfe der niedrigen Sozialstandards die Gewinnmarge in die Höhe zu schrauben.

Siemens rechnete nicht mit dem kleinen gallischen Dorf mitten in Deutschland, im Süden von München, dem Standort Siemens Hofmannstraße, das nicht bereit ist, seine Arbeitsplätze und damit die Existenz der Menschen, kampflos aufzugeben. Mch H, wie der Standort bei Siemens kurz heißt, hält seit 17 Monaten dem Konzern stand. Die Belegschaft Mch H braut einen Zaubertrank: NCI, ein von den Mitarbeitern privat organisiertes Netzwerk. Sogar Wildschweine gibt es in dem naheliegenden Forstenrieder Park.

Angriff auf Grundrechte

Durch den Widerstand der Belegschaft, die konsequent und solidarisch ihre Rechte wahrnimmt, kann Siemens die Kapazitätsanpassungen wie Siemens die Massenentlassungen nennt, nicht wir geplant umsetzen. Der Stellenabbau wird öffentlich, in den Medien wird immer wieder davon berichtet. Das Beispiel NCI in München macht Schule, wie z.B. bei MAN in Salzgitter, die das Münchner NCI um Unterstützung baten, Siemens Mitarbeiter in Berlin folgten dem Münchner Beispiel und erhoben ebenfalls Kündigungsschutzklagen. Der Widerstand der Belegschaft wird durch die Siemens AG mit skandalösen Angriffen auf die Grundrechte bekämpft. Konzernkritische Meinungen sind eine "Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten" geworden.

Solidarität als Antwort

Die Belegschaft und Betriebsrat antworten auf die Angriffe mit beeindruckender Solidarität, die durch nichts zu erschüttern ist. Angriffe scheinen NCI nicht zu schwächen, sondern zu stärken.

  • "Solidarität":Soli
  • "Kampagne für Inken Wanzek bei labournet.info":http://www.labournet.info/kampagnen/inken
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