Chronologie der Zerschlagung einer Siemens Tochter:
Am 12.November 2004 konnten die Mittarbeiter folgende Meldung der Presse entnehmen:
Siemens streicht 600 von 1100 Stellen bei IT-Tochter Sinitec. Betroffen seien vor allem die Techniker des Wartungsspezialisten an bundesweit 29 Standorten, teilte die Sinitec-Geschäftsführung heute in München mit.
Es wird die Standortschließung von Regensburg bekannt gegeben, die die Kollegen dort völlig unvorbereitet trifft. Mit Gewalt wird diese Maßnahme durchgedrückt. Wie sinnvoll das war zeigt, dass noch heute täglich Nürnberger Kollegen nach Regensburg fahren.
Nach turbulenten Diskussionen konnte man am 03.März 2005 diesmal im Internet lesen:
Die a & o Gruppe übernimmt die Unternehmensgruppe Sinitec, eine 100-prozentige Tochter von SBS. Neben Michael Müller, Geschäftsführer der a&o after sales & onsite services GmbH, werden die bisherigen Sinitec-Geschäftsführer Stefan Schlosser und Erich Jonas das Geschäft der neu gegründeten a&o systems + services GmbH führen.
Anfang Juli 2005 kam dann ein erster Hoffnungsschimmer. Die Pressemeldung lautete:
Die von SBS an die Neusser a&-o-Gruppe verkaufte IT-Wartungsgesellschaft Sinitec hat sich mit der IG Metall auf ein Sanierungskonzept geeinigt. Die Mitarbeiter müssen länger arbeiten. Sonderzahlungen werden künftig vom Unternehmensgewinn abhängig gemacht.
Eine Kommunikation in dieser Zeit zwischen Geschäftsleitung und Betriebsräten findet nicht statt, die Strategie heißt hinhalten. Dem Wirtschaftsausschuß werden keine Bilanzen vorgelegt, vereinbarte Termine werden nicht eingehalten.
Am 13.04.2007 werden die Betriebsräte über die Verschmelzung der a&o iTec in die a&o 4tec informiert, am selben Tag geht ein Einschreiben an alle Mitarbeiter dieser Firma mit der Info raus. Des Weiteren wird informiert, dass die a&o 4tec mit der IG Metall einen Tarifvertrag abgeschlossen hat, der BR weiter im Amt bleibt etc.
Grund sei die schlechte wirtschaftliche Lage, welche bis heute nicht belegt ist.
Alle Anfragen bei der IGM ergeben, es gibt keinen Tarifvertrag.
Daraufhin strengt die a&o iTec eine Unterlassungsklage gegen die IGM an. Diese wird abgewiesen, da die a&o iTec kein gültiges Dokument vorlegen kann. Lt. IGM handelt es sich in diesem Fall um Urkundenfälschung, um Betrug!
Am 11. Mai kündigt die IG Metall den Sanierungsvertrag mit a&o itec "fristlos und rückwirkend", weil das Unternehmen der zweifachen Aufforderung nicht nachgekommen war, seine Bilanzen zur Prüfung vorzulegen.
In München habe große Kunden eine Stellungnahme angefordert.
In München habe große Kunden eine Stellungnahme angefordert, es wird befürchtet, dass der Betrieb nicht weiter läuft.
55 KollegInnen in München widersprechen der Verschmelzung.
In Potsdam gehen Kollegen auf die Straße, gegen diesen Wahnsinn zu demonstrieren. Was mit diesen Kollegen passiert, kann man den Diskussionen auf Netzwerk- IT entnehmen.
Aktuelle Informationen erhält man auch hier: http://dialog.igmetall.de/

