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Philips's notleidende Halbleitersparte dreht an der Tarifschraube nach unten

erstellt von dave — zuletzt verändert: 16.08.2008 13:51
Die Tarifverhandlungen zwischen Philips Semiconductor in Böblingen und Hamburg und der IG-Metall über Zugeständnisse der Belegschaft laufen mehr im Verborgenen

Philips - IGM Die IG-Metall hat nur in Böblingen einen neuen Tarifvertrag, der für den Hamburger Betrieb von der IG-Metall Küste abgelehnt wird. Die IG-Metall Zentrale soll sich bis zur Erklärungsfrist am 26.1.05 im Spagat zwischen beiden Lösungen entscheiden, "IG-Metall Seite der Beschäftigten bei Philips Semiconductors":http://www.wir-wehren-uns.com/ vom 19.1.05.

Auseinandersetzung begann mit der Forderung der Geschäftsführung von Philips Semiconductor eine Senkung der Arbeits- und Lohnstückkosten bis zu 25 Prozent, "BörseGo":http://www.boerse-online.de/ftd/artikel.html?artikel_id=650138 am 5.11.04.

In den ersten Verhandlungen ging es um 5 bis 7 Stunden unbezahlte Mehrarbeit pro Woche, umgerechnet also etwa ein Monatsgehalt pro Jahr. Dafür sollten Weihnachts- und Urlaubsgeld weitgehend unangetastet bleiben und eine Beschäftigungssicherung für 3 Jahre versprochen werden.

Wieviel eine Beschäftigungssicherung wert ist, wenn der Konzern "in den nächsten 3 Jahren seinen Entwickler-Stab in China verdoppeln":http://de.internet.com/index.php?id=2032556§ion;=Marketing-News will und Milliarden in eine LCD Fertigung in Korea gehen, kann man sich selbst ausrechnen.

Warum Philips sich wie ein authoritärer Gutsherr benimmt, der die Belegschaft unter Androhung von Gehaltseinbußen von Informationsveranstaltungen des Betriebsrates und der Gewerkschaft abhalten will, kann wohl niemand verstehen. Der Streit geht jedenfalls weiter, Die Welt vom 22.11.04. Und das Gerücht, es ginge dem Konzern schlecht, hat sich auch nicht bestätigen lassen, obwohl das Kündigen in anderen Philips Bereichen weitergeht, AachenerZeitung vom 29.11.04.

Netzwerk IT berichtete noch über "Drohung mit Kündigung außertariflicher Schichtzulagen":news_item.2004-12-20.7675417164 und hat außerdem die folgenden Hintergrund-Informationen:

  • "Information der Geschäftsleitung":document.2004-12-20.4568598524 vom 17.12.04: will freiwillige übertarifliche Zulagen im Schichtbetrieb zum 30.06.2005 kündigen
  • "Gemeinsame Information durch Geschäftsleitung und Betriebsrat":document.2004-12-15.9531524920 vom 9.12.04
  • "Information der Geschäftsleitung vom 22.11.04":2004-12-02.0646460307 *zur Beschäftigungssicherung bis 2007 und Verhandlungstaktik der IG Metall*
  • "Information der Geschäftsleitung vom 19.11.04":2004-12-02.4773511566 *Wer sich informiert, verstößt gegen Arbeitsvertrag*
  • PSB Information des Betriebsrates vom 18.11.04
  • PSB Information des Betriebsrates Was haben wir von unserem Tarifvertrag? und Einladung für den 5.11.04
  • "INFORMATION DER GESCHÄFTSLEITUNG":document.2004-12-03.2336683725 vom 07.10.04
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(2) Kommentare

Anonymer Benutzer 27.01.2005 21:16
Schon wieder ist ein Tarifvertrag abgeschlossen worden, der massive Verschlechterungen für die Beschäftigten bringt und vor allen Arbeitsstunden dem Unternehemen einfach für nix in den Rachen schmeißt. Natürlich wurde auch hier wieder mal mit Schliessungs-Drohungen herumgeschmissen. Trotzdem, oder gerade deswegen: ich möchte mal wissen, wann endlich auch die IGM die Zeichen der Zeit erkennt und sich mit ALLEN Mitteln wehrt und wann endlich die Beschäftigten gemeinsam aufstehen und ihre Sache in die eigenen Hände nehmen. Da muss auch an die erklecklichen Gewinne der Unternehmer ran und auch an die exorbitanten Gehälter der Manager. Da kann tasächlich gespart werden. Machen wir uns nichts vor, Geld ist genug da, nur in den falschen Händen. Und damit sich diese Hände nicht auch noch vergolden, heißt es: AUFSTEHEN!!
Nur so besteht eine Chance, diese Abwärtsspirale nach unten zu bremsen!
Anonymer Benutzer 30.05.2005 08:05
Den vorangegangenen Beitrag kann ich voll Bestätigen. Die Geldgeilheit der Philips-Obrigkeit nimmt im Böblingen langsam dramatische Zustände an.

Kostenlose Zusatzschichten und das in Kontischicht, ergeben kaum noch die dringend erforderlichen Erholungsphasen.

Das geht nicht nur auf den Geldbeutel der Mitarbeiter, sondern auch stark auf deren Gesundheit.

Hier muß etwas passieren !!!

Das Management muß in seiner Unmenschlichkeit endlich gebremmst werden !!!