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Philips Semiconductors: Tarifverhandlungen in 2005

erstellt von diver zuletzt verändert: 16.08.2008 13:51
Philips Semiconductors: Trotz hervorragender Gewinne wurde in 2005 an der Tarifschraube deutlich nach unten gedreht.

Die Tarifverhandlungen zwischen Philips Semiconductors und der IG-Metall sind in Böblingen mit erheblichen Zugeständnissen seitens der Belegschaft abgeschlossen. Auch in Hamburg sind die Verhandlungen beendet. Unter massiven Druck der Geschäftsleitung und der Drohung vom Philips-Semiconductors Chef van Houten, einen Standort (gemeint war Hamburg) evtl. dichtzumachen, sind auch leider hier deutliche Verschlechterung erkauft worden.

IG-Metall Seite der Beschäftigten bei Philips Semiconductors vom 19.1.05.

Die Auseinandersetzung begann mit der Forderung der Geschäftsführung von Philips Semiconductor eine Senkung der Arbeits- und Lohnstückkosten bis zu 25 Prozent, BörseGo am 5.11.04.

In den ersten Verhandlungen ging es um 5 bis 7 Stunden unbezahlte Mehrarbeit pro Woche, umgerechnet also etwa ein Monatsgehalt pro Jahr. Dafür sollten Weihnachts- und Urlaubsgeld weitgehend unangetastet bleiben und eine Beschäftigungssicherung für 3 Jahre versprochen werden.

Wieviel eine Beschäftigungssicherung wert ist, wenn der Konzern in den nächsten 3 Jahren seinen Entwickler-Stab in China verdoppeln will und Milliarden in eine LCD Fertigung in Korea gehen, kann man sich selbst ausrechnen.

Warum Philips sich wie ein authoritärer Gutsherr benimmt, der die Belegschaft unter Androhung von Gehaltseinbußen von Informationsveranstaltungen des Betriebsrates und der Gewerkschaft abhalten will, kann wohl niemand verstehen. Der Streit geht jedenfalls weiter, Die Welt vom 22.11.04. Und das Gerücht, es ginge dem Konzern schlecht, hat sich auch nicht bestätigen lassen, obwohl das Kündigen in anderen Philips Bereichen weitergeht, AachenerZeitung vom 29.11.04.

Netzwerk IT berichtete noch über Drohung mit Kündigung außertariflicher Schichtzulagen und hat außerdem die folgenden Hintergrund-Informationen:

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