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Nürnberger Betriebsratsvorsitzender und die Neonazis von der ´Anti-Antifa´: Proteste von Gesamtbetriebsräten und europäischen Betriebsräten von Philips und Lucent

erstellt von oops zuletzt verändert: 24.08.2008 10:05
Vor den letzten Betriebsratswahlen bei UPS Nürnberg verwendete Supervisor Tobias Dede, Vorsitzender des Nürnberger Betriebsrates, die Inhalte von Naziwebsites für seine Wahlpropaganda. Die Proteste gegen dieses Vorgehen und gegen das Ausbleiben einer Reaktion seitens des UPS Managements reissen nicht ab. Jetzt haben auch der Gesamtbetriebsrat von Philips Semiconductors und der Europäische Betriebsrat von Lucent Technologies sich mit Protestnoten an die deutsche, europäische und amerikanische Geschäftsleitung gewandt. Im Folgenden dokumentieren wir die beiden Schreiben:

Der Gesamtbetriebsrat von Philips Semiconductors:

Hamburg, den 01. August 2006

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

wie wir – der Gesamtbetriebsrat von Philips Semiconductors – vernommen haben, benutzte der Betriebsratsvorsitzende von UPS in Nürnberg bei der diesjährigen Betriebsratswahl rechtsradikale Internetseiten, um Kollegen und Kolleginnen auf einer konkurrierenden Liste zu diffamieren.

Diese Handlungsweise halten wir für unentschuldbar! Zu unserem Bedauern konnten wir nicht feststellen, dass Sie sich von diesem Verhalten distanziert haben.

Philips ist wie UPS ein international tätiges Unternehmen mit einer internationalen Belegschaft. Gerade deshalb können und wollen wir kein elitäres und diskriminierendes Gedankengut in irgendeiner Form unterstützen. Auch als Kunde von UPS fordern wir Sie auf, über diesen Vorfall eindeutig Stellung zu beziehen und eventuelle Konsequenzen zu ziehen!

Mit freundlichen Grüßen

Gesamtbetriebsrat von Philips Semiconductors

im Auftrag, D. M.

Der Europäische Betriebsrat von Lucent Technologies:

Dear Sir,

We, the European Works Council of Lucent Technologies Network Systems, would like to express our surprise at the current behaviour of UPS towards our Chairman, D.H.

We do not understand how a company like UPS can tolerate one of its supervisors, Tobias Dede, using propaganda from a website of well-known and dangerous Nazis for a works council election campaign, consequently also defaming and endangering the well-being of our Chairman. Furthermore, it is completely unfathomable to us, how UPS can seemingly help Tobias Dede in the court case currently taking place.

We hope that this is not representative for the whole of UPS. Given the fact that UPS is still a supplier for both Alcatel and Lucent, the company that is currently merging with Lucent, the continuation of such behaviour would force us to question the standing of UPS in both our company and in the new one.

We hope that you can reassure us that UPS is just an ethical company as both Lucent and Alcatel are. Furthermore, we hope that you can show us that what has happened in Nuremberg is not representative for the rest of UPS. We would expect that those who disseminate Nazi propaganda be severely punished. In our company such behaviour would certainly result in massive problems for those involved (contravention of ethic guidelines). Anything else would be bad both for your and our business.

We hope to hear from you very soon.

Yours sincerely,

R B, Secretary, European Works Council, Lucent Technologies Network Systems

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