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UPS: Transport von Nazipropaganda in großem Stil

erstellt von oops zuletzt verändert: 29.03.2014 16:39
Die meisten Paketdienste verzichten gerne auf eine Zusammenarbeit mit dem rechtsradikalen "V7 Versand" aus Grevesmühlen. UPS allerdings zählt V7, einen der größeren Anbieter von Artikeln für Neonazis, seit Jahren zu seinen Kunden. Der "V7 Versand" vertreibt mit UPS Material der widerlichsten Sorte - vom Rudolf Hess Poster bis zu Tonträgern von Bands wie "Endlöser". Einen ersten Hinweis auf diese Zusammenarbeit erhielten wir vor einigen Jahren. Jetzt erreichte uns ein erschütternder und sehr lesenswerter Bericht über die Hintergründe dieser Geschäftsbeziehung, den wir im Folgenden dokumentieren.
UPS und der Rechtsradikalismus

Kommentar von Anonymer Benutzer am 05.02.2008 12:48

Hallo Kollegen,

(...) auch wir BD'ler haben so einiges über die Machenschaften der UPS-Manager zu berichten. Hier eine Tatsache aus dem Jahr 2007, welche sich exakt so zugetragen hat und jederzeit lückenlos sowie auch vor Gericht belegbar ist.

Das Gebiet FS Lübeck wurde in 2006/2007 von einem Account Executive (Verkäufer) L.M. betreut. L.M. ist Deutscher, aber türkischer Abstammung. In Ausübung seiner Tätigkeit besuchte der Ex-Kollege auch den in MV gelegenen Ort Grevesmühlen, weil er dort seinem Bestandskunden V7-Versand einen Besuch abstatten wollte. Eigentümer des Versandes ist der vom Verfassungsschutz bereits unter Dauerüberwachung gestellte und szenebekannte rechtsradikale Ingo Knauf. Knauf betreibt von dort aus den V7 Versand, das Label V7 Records, den TTV Versand, den Aufruhr-Versand und den T-Shirt-Druck Druckmeister. Knauf ist ein führender Rechtsradikaler und aufgrund seiner Gesinnung häufiger Gast in der lokalen Presse Norddeutschlands sowie auch im WWW gut vertreten (Google 16.400 Treffer Suchwort "Ingo Knauf"). Vor seinem Wohnhaus finden mermals pro Jahr Antifa-Demos statt, welche er grundsätzlich mit viel Presse und unter großem Polizeiaufgebot zerschlagen lässt. Knauf ist kein Unbekannter in der Szene und sein Versand sehr wohl bekannt. Der V7-Versand brachte seine Standardpakete bis dato zur anonym Post und machte lediglich seinen Express-Versand mit UPS. UPS allerdings nur deswegen, weil sich TNT, GLS, DPD und alle anderen KEP-Anbieter bis heute weigern, mit dem V7-Versand auch nur in irgendeiner Form zusammenzuarbeiten. Der Ex-Kollege wurde, nachdem er das Geschäft betreten hatte, aufgrund seines türkischen Aussehens beschimpft sowie direkt vor die Tür befördert und bekam ein vom Herrn Knauf ausgesprochenes lebenslanges Hausverbot. L.M. berichtete den Vorfall seinem ASM N.N. und ging dann weiterhin fleissig seiner Arbeit nach. Sein Vertriebsgebiet lag ja über Plan und er hatte es seiner Ansicht nach auch nicht nötig, sich ein derartiges Verhalten von einem Kunden bieten zu lassen. Nach 3 Tagen ging ein vom V7-Versand verfasstes Schreiben in Neuss ein. In diesem Schreiben empörte sich der Eigentümer Ingo Knauf, wie UPS überhaupt einen Türken einstellen könnte. Er verlangte, daß er als Deutscher auch mit Deutschen Geschäfte machen wolle. Er verwies in dem Schreiben auch auf das Potenzial, welches sein Unternehmen mit UPS befördern könnte.

J.N., ein ehemaliger Lübecker, Director of Sales UPS Deutschland und skinverwandter Vollglatzenträger sowie ehemaliger dekorierter Kampfsportler, ließ es sich nach Erhalt des Schreibens nicht nehmen, dem Kunden V7-Versand (ohne Wissen des AE L.M.) kurzfristig selbst einen Besuch abzustatten. Der Inhalt des dort vor Ort geführten Gespräches ist nicht bekannt, jedoch fand noch am gleichen Tag ein weiteres Gespräch mit L.M. statt, welcher "zufälligerweise" ein SPR mit N.N. hatte. J.N. hatte sich kurzfristig und unerwartet angekündigt und wohnte diesem SPR zwischen N.N. und L.M. bei. In diesem Gespräch wurde L.M. von den beiden Managern grundlos die Eigenkündigung nahegelegt, da dieser für den Job als AE angeblich zu introvertiert und somit nicht geeignet sei. L.M. ging darauf nicht ein und versah weiterhin pflichtgemäß seinen Dienst. Vielleicht sollte man am Rande erwähnen, daß L.M. wenige Monate zuvor noch als 1. Wahl für eine Beförderung zum SAE galt, welche er jedoch aufgrund des zwangsläufig nowendigen Wohnortwechsels ablehnte. Wenige Tage später an einem Freitag wurde L.M. vom Dienst freigestellt. Sein Nachfolger D.S., ein geborener Deutscher, trat am darauffolgenden Montag umgehend seinen Dienst an. Für L.M. vielleicht ein Glücksfall, denn dieser konnte sich daraufhin fast 6 Monate lang und unter Beibehaltung der vollen Bezüge in Ruhe nach einem neuen Job umsehen.

Doch nun wird es spannend. Das Center UPS Lübeck lag Anf. 2007 vom PickUp-Volumen her etwas unter Plan und es mussten schnell Verkaufserfolge her. Nur wenige Tage nach der Freistellung L.M. vermeldete sein Nachfolger D.S. einen phänomenalen Verkaufserfolg, nämlich die Akquise des kompletten Volumens des V7-Versand > 300.000 Euro Revenue/Umsatz pro Jahr und somit zwangsläufig größter Kunde der UPS Niederlassung Lübeck! Und so passierte es dann auch: Der V7-Versand ist heute der größte Kunde der UPS Niederlassung Lübeck. Jeder UPS AE SAE hat die Successes per Report erhalten. Der United Parcel Service ist seit diesem Zeitpunkt der größte Transporteur von rechtsradikalem Gedankengut aus Deutschland in alle Welt!

Aber die größte Schweinerei kommt jetzt: Größere im CRM-Tool TEAMS erfasste Verkaufserfolge werden einmal pro Woche nach Brüssel an die Region und in die USA nach Atlanta an Corporate gemeldet. Der Verkäufer verfasst dann einen in englischer Sprache gehaltenen Success-Report, welcher den Kunden und sein Business beschreiben, welcher das Volumen beziffert und in dem er die Gründe für seinen Erfolg kundtut. Fakt ist jedoch, daß der Success-Report von N.N. verfasst wurde, welcher den V7-Versand als eBay-Händler beschrieben hat, welcher sein Geld mit allgemeinen Merchandising-Artikeln (Konsumgütern) verdient. Der V7-Versand verschickt jedoch (und hat auch niemals) keinen einzigen Artikel über eBay, da eBay ihn als Verkäufer vor Jahren bereits rausgeschmissen hat und nichts mit dem Unternehmen V7-Versand zu tun haben möchte. UPS Region und Corporate sollten somit nichts über die Machenschaften des V7-Versandes erfahren.

Ich kann den kritischen Kollegen in der Operation nur raten, jedes erkannte V7-Paket unter einem Vorwand hin auf seinen Inhalt zu überprüfen und bei begründetem Zweifel an der Rechtskonformität dem Betriebsrat oder dem Vorgesetzen seines Vertrauens zu melden.

Eine gescannte Kopie dieses besagten Schreibens an den UPS Director of Sales J.N., welche als Anhang einer eMail im UPS-System im Umlauf war, liegt vor. Dieses Schreiben ist versehen mit der Historie zum Kundenbesuch J.N. und teilweise extrem abfälligen und arroganten Kommentaren von J.R., J.N., N.N. sowie einiger eher unbekannter Köpfe aus BD-Staff/HR. Das Dokument kann auf Verlangen bzw. bei Rechtsstreitigkeiten bei einem Rechtsanwalt als Beweisstück eingesehen werden. Kontaktaufnahme bitte über den Betriebsrat, welcher involviert wird.

J.N., dem ehemaligen Director of Sales selbst werden intensive Kontakte zur rechtsradikalen Szene nachgesagt. Die letzte Verkaufsaktion wurde von ihm "Herbststurm" getauft. Seine eMails tragen häufig den Zusatz "ran an den Feind", "Attacke" oder "dann fette Beute" versehen.

Zu den Personen: J.N. fungiert heute nicht mehr als Director of Sales, er wurde kurzfristig und unerwartet befördert zum Director of international Sales mit Dienstsitz in Atlanta. N.N. ist heute kein ASM mehr, er wurde kurzfristig und unerwartet befördert zum District Manager Nord.

Unsere Manager sind unser wichtigstes Potential, es zeigt sich immer wieder.

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