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Rauchen, Straftat Nummer Eins

erstellt von dave — zuletzt verändert: 25.08.2008 16:05
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  • Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 1.September 2005 19:44
    Rauchen, Straftat Nummer Eins Wie Sie alle sicherlich wissen, ist ab heute, den 1. September, jede Zigarette im deutschen Markt um 1,2 €-Cent teurer geworden. Derzeit finden heftige Diskussionen in Bezug auf das Rauchen in allen möglichen Facetten statt. Als ich heute eine Online-Diskussion verfolgte, kam ich auf einen Thread, welcher jedem anständigen Raucher ein Dorn im Auge sein dürfe. Ich war erstaunt, dass die meisten Nichtraucher einen aggressiven und intoleranten Argumentationsstil gebrauchten. Ich zitiere zunächst einen ausgewählten Post: “Eigentlich ist die Steuererhöhung noch viel zu gering. Es sind einzig und alleine die Raucher selber, die sich selbst dieses negative Image verschafft haben. In einem Land in dem Müll streng getrennt wird und der Umweltschutz hoch gepriesen wird scheint es immer noch selbstverständlich zu sein, Kippen auf die Straße zu werfen. Es ist nicht nachvollziehbar warum die Gesellschaft und der Staat untätig duldet, wie diese "Dreckschweine" ihre Kippen einzeln, oder gesammelt im Aschenbecher mit größter Selbstverständlichkeit aus dem Autofenster auf die Straße kippen. Besonders deutlich ist diese Schweinerei nachts zu beobachten wenn die Funken der abgerauchten Kippen über die Straße fliegen. Auch auf Gehwegen und öffentlichen Plätzen ist das Austreten einer Zigarettenkippe auf dem Fußboden ein alltägliches Bild das gewohnheitsbedingt geduldet wird. Warum werden diese unzivilisierten Ferkel nicht angehalten, ihre dreckigen Kippen die sie sich kurz zuvor noch in den Mund gesteckt haben, mit demselben wieder von der Straße aufzulecken ? Der Gipfel an unverschämtheit ist dann, wenn sich diese gesundheitsruinierenden Selbstmörder dann noch als Wohltäter der Gesellschaft darstellen wollen, die mit ihren Steuerzahlungen der Allgemeinheit einen Dienst erweisen. Es kann nur gehofft werden, das weitere Steuererhöhungen folgen. Mit einer Einsicht der mehrheit der Raucher, ihre Kippen nicht als Müll auf der Straße der Allgemeinheit zu überlassen, ist nicht zu rechnen.“ Abgesehen vom schlechtem Schreibstil widmen wir uns nun der Beantwortung des Inhaltlichen: Bitte? Was unterstellen Sie mir hier als Raucher? Was unterstellen Sie hier eigentlich ALLEN Rauchern? Solche generalisierten Theorien, welche noch nicht einmal logisch begründet werden können Sie ihrem Teezirkel unterbreiten, aber nicht halbwegs gebildeten Menschen... Ich erinnere mich noch gut, es muss so von kolonialistischen Epochen bis in die späten 50er Jahre gewesen sein, da haben noch sehr viele hier in Europa und in den USA gedacht, dass Schwarze Krankheiten, Wahnsinn und generell das Böse und Schlechte in sich vereinen. Wirklich viele Menschen dachten so, ohne sich zu fragen wem diese wirren Ansichten eigentlich nutzten. Heute liegt es klar auf der Hand, dass diese Gerüchte und Verläumdungen den weissen Großgrundbesitzern und Sklaventreibern dienten. So war ihr inhumanes Geschäft gesellschaftlich legitimiert worden. Heute werden in einem freiheitlichen Rechtsstaat, in dem man sich auf eigene Rechnung für oder gegen das Rauchen entscheidet, in dem wir die Freiheit haben den "bösen, giftigen Rauch" zu inhalieren, wenn wir es wollen (wir streiten einem Durstigen auch nicht das Trinken ab, es ist sein gutes Recht), werden wir in unserem Recht den Tabak zu konsumieren durch 1. die Tabakkonzerne 2. Steuererhöhungen 3. Gesetzesentwürfe gegen das Rauchen in der Öffentlichkeit oder festgelegten Lokalitäten zunehmend verletzt. Nun frage ich: Gibt es Gesetze, Preise, Steuern oder andere Faktoren, welche die Freiheit eines Nichtrauchers genauso stetig wachsend eingrenzen und letzten Endes eine Instabilität der Lebensqualität darstellen, nur weil sich der Nichtraucher vor Jahren gegen die Zigarette entschieden hat? Meine Damen und Herren, wir haben ein sog. "Anti-Diskriminierungs-Gesetz" in Deutschland eingeführt, doch uns Rauchern hat es nichts genutzt. Liebe Nichtraucher, ein paar Anregungen wie auch Sie dem Vater Staat helfen können: 1. Da Sie durch ihren geringen Tabak-Konsum unsere deutsche Tabakindustrie, welche u.A. Wahlkämpfe bezahlt, gefährden, führen wir ab heute, 00:00 Uhr das "Nichtraucher-Zuzahlungs-Gesetz" ein. Danach sollen Nichtraucher in Zukunft separate "Nichtraucher-Steuern" entrichten, um die Defizite der Tabakindustrie auszugleichen. 2. Sämtliche Ökoprodukte, Tofukekse und Tees, sowie Medikamente, welche ökologisch verträglich sind, werden ab 1. Oktober um 06:00 mit 2,- € pro Produkt, zu Gunsten der Chemischen Industrie und mehrerer "Junk-Food"-Konzerne, versteuert. 3. Nicht-Raucher erhalten ein Verbot in Restaurants, Cafés, Bars, Kneipen, Kinos, Fußgängerzonen und während der Mittagspause nicht-zu-rauchen. 4. Wer mit 16, dem zulässigen Mindestalter, mit Nichtrauchen anfängt muss 40 € Strafe zahlen. 5. Wer mit 16 hingegen mit dem Rauchen anfängt bekommt eine nette Uniform, mit der er selbst dazu befähigt ist, aufzupassen, dass auch alle Menschen um ihn herum rauchen, und nicht zu viel Tabak verschwenden. Er ist außerdem befugt Verhaftungen vorzunehmen, falls schwerwiegende Straftaten feststellt werden. 6. Um die industriellen und produktionstechnischen Ressourcen, welche die Verhaftungswelle mit sich bringt, effektiv zu nutzen und den Nichtrauchern "gesellschaftliche Normen" zu vermitteln, werden die Strafen auf Nichtrauchen im Normalfalle mit 2 Jahren Zwangsarbeit innerhalb der bundesdeutschen Tabakindustrie, in schweren Fällen mit der Todesstrafe, festgesetzt. Lesen sie sich die o.g. Punkte noch einmal durch. Viele Nichtraucher werden sagen, "Okay, die ersten 2 Punkte kann ich noch ertragen, wenn es der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt hilft. "Die meisten Nichtraucher werden bei dem dritten und vierten Punkt spätestens merken, dass ihre Rechte auf Freiheit wesentlich eingeschränkt werden, wozu weder Staat noch Industrie laut unserer Verfassung befugt sind. Und ein cleverer und toleranter Nichtraucher weiß ab Punkt 5 und 6, dass eine Bestrafung der Freiheitsrechte, also auch die der Raucher, faschistoid und unsinnig ist. Sie dient weder dem Allgemeinwohl, noch ist sie rechtlich legitimiert, sie ist lediglich dazu da, höheren Kreisen, weit weg von dem Verbraucher, zu dienen und die Gesetzeslage auf die Bedürfnisse der Industrie und einiger anderer Lobbys zurechtzuschneidern. Es geht also hier insgesamt weder darum, ob Rauchen/Nichtrauchen gut noch schlecht ist. Es geht um die Freiheit des Einzelnen, seine Rechte auch leben zu können. Und im Hinblick auf die aktuellsten Entwicklungen, sieht es für die Raucher künftig immer schlechter aus. Mit freundlichen Grüßen Dr. Prof. phil. Bert Preller
  • Re: Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 1.September 2005 21:00
    Das Problem ist in erster Linie: Kein Nichtraucher zwingt einen Raucher, seinen rauchfreien Atem mit einzuschnaufen. Ein Raucher dagegen zwingt anwesende Nichtraucher sehr wohl, den Zigarettenrauch einzuatmen, es sei denn, die Nichtraucher tragen Atemschutzmasken. In diesem Fall kann man nicht so ohne weiteres Toleranz verlangen, denn dass Rauchen, auch Passivrauchen, gesundheitsschädlich ist, gilt mittlerweile als erwiesen. Und die persönliche Freiheit des Einzelnen stößt nun einmal an ihre Grenzen, sobald die Gesundheit der Mitmenschen bedroht wird. Die verringerten Steuereinnahmen, wenn weniger Tabak konsumiert wird, müssen anderweitig ausgeglichen werden - warum nicht mit einer Steuer auf Süßwaren wie Kekse oder Schokolade? Da spricht im Prinzip nichts dagegen. Im übrigen kenne ich persönlichen keinen einzigen überzeugten Ich-rauche-gern-Typ, dafür aber jede Menge, die lieber aufhören würden, wenn sie es nur schaffen könnten.
  • Re: Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 2.September 2005 05:14
    Herr Preller Erstmal die Frage, wieso steht so ein Artikel im Siemens-Forum? Läßt sich hier womöglich auf den durchschnittlichen Intelligenzquotienten aller Siemens-Mitarbeiter schließen? Was verstehen sie unter Freiheit? Anderen Menschen giftige Luft ins Gesicht blasen zu dürfen. Seinen Dreck immer und überall zu hinterlassen. Wenn das alles ist was sie unter Freiheit verstehen, sind Sie ein armer Mensch. Sie dürfen doch gerne zu Hause rauchen...beim Essen....im Bett...beim GV....machen sie ihre eigene Firma auf, stellen sie nur Raucher ein...das alles steht Ihnen völlig frei...aber wenn sie nocheinmal aus ihrem Autofenster eine brennende Kippe schmeißen, deren Glut bei mir als Fahrrad- oder Motorradfahrer im Gesicht landet, dann nehm ich mir die grenzenlose Freiheit raus, Ihnen die Fresse zu polieren. Danke fürs Gespräch
  • Re: Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 2.September 2005 18:42
    [quote:Anonymous User format="text/plain"]Herr Preller Erstmal die Frage, wieso steht so ein Artikel im Siemens-Forum? [/quote] Soweit ich weiß, wurde dieses Unterforum eigens eingerichtet, damit auch allgemeine Themen diskutiert werden können. Warum nicht auch Raucher vs. Nichtraucher? Das ist schließlich auch in vielen Betrieben ein regelrechter Dauerbrenner, also hier keineswegs fehl am Platz. Ein Argument fällt mir noch ein: Natürlich gehen in der Tabakindustrie Arbeitsplätze verloren, wenn weniger geraucht wird. Aber die meisten Ex-Raucher werden das gesparte Geld dann eben für andere Waren oder Dienstleistungen ausgeben, so dass in anderen Branchen neue Arbeitsplätze entstehen können. Und jetzt bin ich gespannt auf die Antwort von Herrn Preller oder irgendeinem anderen leidenschaftlichen Raucher.
  • Re: Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 2.September 2005 18:58
    Liebe Heidi, weder teile ich die Ansichten des Herrn Professor, noch des Fresse-polierenden Kollegen. Wobei ich durchaus dafür bin, Rücksicht zu nehmen auf Menschen, die der Rauch stört bzw. Funken im Gesicht ebenfalls ablehne. Aber ich muß auch sagen, wenn du Arbeit, Familie und politische Heimat auf einen Schlag verlierst, hörst du nicht auch noch mit dem Rauchen auf und wenns dann dauernd teurer wird, fragst du dich irgendwann, ob man dir eigentlich überhaupt noch irgendwas zugesteht, was dir Freude macht. Gruß Friederike
  • Re: Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 2.September 2005 20:49
    Ergänzung: Im Übrigen kotzt es mich an, wie die Menschen in New Orleans und Umgebung hängengelassen werden, während die amerikanischen Streitkräfte im Irak "Demokrate errichten". Gruß Friederike
  • Re: Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 2.September 2005 21:43
    Auch wenn die Steuererhöhung letztlich für den Finanzminister ein Minusgeschäft sein sollte, langfristig führt es zu gewaltigen Ausgabenkürzungen im Gesundheitsbereich und ist allein deshalb schon positiv zu sehen.
  • Re: Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 2.September 2005 23:21
    Mag ja sein, aber dann geht die Rentenversicherung bankrott, weil die dann Nichtraucher zu alt werden. Frei nach dem Motto: Im Asphalt ist ein Loch, ich huste drauf.
  • Re: Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 3.September 2005 20:54
    [quote:Fluppe25 format="text/plain"]Mag ja sein, aber dann geht die Rentenversicherung bankrott, weil die dann Nichtraucher zu alt werden. [/quote] Nicht unbedingt. Vielleicht fangen einige Ex-Raucher mittels des gesparten Geldes risikoträchtige Sportarten an. Das könnte die Lebenserwartung deutlich verkürzen und die Rentenkassen entlasten. ;)
  • Re: Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 3.September 2005 21:12
    Hehe, Gruß Friederike P.S. Ich tanze wahnsinnig gern. Aber meist völlig risikolos.
  • Re: Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 4.September 2005 06:28
    [quote:Heidi format="text/plain"] Nicht unbedingt. Vielleicht fangen einige Ex-Raucher mittels des gesparten Geldes risikoträchtige Sportarten an. ;)[/quote] Tja, dann spart aber die Krankenversicherung wieder kein Geld. Wenn der Gleitschirmflieger an der Felswand klebt oder der Fallschirmspringer intensiv die Bodenbeschaffenheit testet ist auch nicht ganz billig.
  • Re: Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 4.September 2005 07:18
    [quote:Friederike format="text/plain"]Hehe, Gruß Friederike P.S. Ich tanze wahnsinnig gern. Aber meist völlig risikolos.[/quote] Zugegeben, Table Dance mag ja für dich relativ risikolos sein, aber -man kann vom Tisch fallen [icon:g35/] -die Zuschauer werden blind :cool: -manche Zuschauer bekommen eine Sehnenscheidenentzündung [icon:g32/] -manche bekommen andere Probleme (morbus priapus)[icon:g15/] u.ä. 8)
  • Re: Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 5.September 2005 19:43
    [quote:Fluppe25 format="text/plain"] Tja, dann spart aber die Krankenversicherung wieder kein Geld. Wenn der Gleitschirmflieger an der Felswand klebt oder der Fallschirmspringer intensiv die Bodenbeschaffenheit testet ist auch nicht ganz billig. [/quote] Ja, das wird schwierig. Wie wär's mit einer Risko-Steuer auf Sportartikel wie Gleit- und Fallschirme? Damit kann dann die Krankenkasse entlastet werden. :zz: Aber bei dem ganzen Grübeln und Überlegen hier wird es eh bald Zeit für eine Zigarettenpause ...
  • Re: Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 5.September 2005 22:27
    [quote:Heidi format="text/plain"] Aber bei dem ganzen Grübeln und Überlegen hier wird es eh bald Zeit für eine Zigarettenpause ...[/quote] Frau hat gute Ideen!! Wenn wir schon elendiglich an Lungenkrebs verrecken, dann doch wenigstens mit Stil und Würde. Ne schöne schwarze Holländische (selbergedreht mit geschmuggeltem Tabak, scheiss auf Eichel) und ein Bier, das hat was. ;)
  • Re: Rauchen, Straftat Nummer Eins

    Abgeschickt von dave am 10.September 2005 19:56
    [quote:Fluppe25 format="text/plain"](selbergedreht mit geschmuggeltem Tabak, scheiss auf Eichel)[/quote] Um Himmels Willen, das ist Anstiftung zu einer Straftat! 8) Pass bloß auf, dieses Forum wird bestimmt überwacht, weil sich hier alle möglichen subersiven Elemente herumtreiben. Übrigens, ich habe in meinem ganzen Leben nur eine einzige Zigarette geraucht, und zwar im zarten Alter von 8 Jahren. Davon wurde mir so kotzübel, dass ich nie wieder eine anrührte. Jetzt bevorzuge ich Schokoladen-Zigaretten. Da freut sich mein Zahnarzt, der will ja auch leben.
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