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Wiesbadener Kurier über Start von Gerhard Fercho

erstellt von Honey Pot zuletzt verändert: 16.08.2008 17:19
Aus der ArbeiterInnenschaft hat uns ein Bericht erreicht. Aloisius Hülsmann (Pressesprecher bei CSC) hat den Kolleginnen und Kollegen einen Bericht aus dem Wiesbadener Kurier über den Start von Gerhard Fercho bei CSC zugeschickt.

WIESBADENER KURIER

Wiesbadener Kurier, Main-Taunus-Kurier vom 14.12.2006 Wirtschaft

CSC will 2007 wieder durchstarten – Neuer Vorstandschef Fercho organisiert das IT-Unternehmen um / „Riesiges Potenzial“

Wiesbaden Die Computer Sciences Corporation (CSC hat schwierige Zeiten hinter sich. Der neue Vorstandschef Gerhard Fercho ist aufgrund des vorhandenen Potenzials aber überzeugt, dem Informationstechnologie-Dienstleister neuen Schwung verleihen zu können.>

Von Adelheid Omiotek

Wieder festen Boden unter den Füßen gewinnen und im neuen Geschäftsjahr, das am 1. April 2007 beginnt, voll durchstarten. Das hat sich Gerhard Fercho, der seit 1.November 2006 neuer Präsident für CSC-Europa ist, vorgenommen. Gegenwärtig ist der 54-Jährige noch bei der Bestandsaufnahme. „Ich fasse gerne an und räume auf“, bekennt Fercho im Gespräch mit dieser Zeitung. Zu den Aufräumarbeiten bei CSC zählt auch, dass die Anfang 2005 erfolgte Aufteilung in das Outsourcinggeschäft auf der einen und Beratung sowie Systemintegration auf der anderen Seite wieder rückgängig gemacht wird.

Die zwei Gesellschaften CSC Deutschland Solutions und CSC Deutschland Services plus die CSC Deutschland Akademie sollen wieder zusammengeführt und effizient organisiert werden – mit einem „eindeutigen Erscheinungsbild“ nach außen, so Fercho. Für die CSC Solutions ist laut Pressesprecher Jan Hülsmann bereits ein Sozialplan „abgeschlossen und in der Abwicklung. Bei der CSC Services hoffen wir auf eine entsprechende Vereinbarung“. Es gebe nur wenige betriebsbedingte Kündigungen, versichert Hülsmann. Auch Vertrieb und Abwicklung sollen bei CSC, einem der weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen der Informationstechnologie, wieder stärker verzahnt werden, so der neue CSC-Boss, der von seinem Büro im Abraham-Lincoln-Park aus ganz Wiesbaden im Blick hat. In einem Strategieworkshop werden gerade die Weichen neu gestellt. Im Vorfeld hat sich Fercho auch mit Ploenzke-Gründer und Ex-CSC-Ploenske-Chef, Klaus C. Plönzke, getroffen, um die deutschen Wurzeln und die Unternehmenskultur kennenzulernen. Man müsse die Erwartungshaltungen und Gedanken der Mitarbeiter begreifen, ist Fercho, der selbst als Programmierer begonnen hat, überzeugt. Die Mitarbeiter müssten wieder „besser abgeholt“ und vor allem die relativ hohe Kündigungsrate aufgefangen werden.

Fercho ist sicher, dem IT-Dienstleister mit seinen weit über tausend Kundenbeziehungen, wie er stolz anmerkt, neuen Schwung zu verleihen. CSC ist in den Branchen Automobil, Banken, Handel, Logistik, Öffentliche Verwaltung, Telekommunikation, Versicherunge, Versorger und Verteidigung präsent. Alle Bereiche müssten neue Herausforderungen bestehen und dabei könne die Informationstechnologie helfen, ist der Experte überzeugt. Bislang agiere CSC aber immer noch sehr stark lokal und sei noch nicht in der weltweiten Kultur des US-Gesamtkonzerns angekommen, beklagt Fercho. Die Devise müsse aber sein „Act local, think global“.

Der CSC-Konzern (El Segundo/ Kalifornien) erwirtschaftete in den zwölf Monaten bis zum 29.September 2006 einen Umsatz von 14,6 Milliarden Dollar, in Zentraleuropa erzielte CSC im Geschäftsjahr 2005/2006 (31.März) mit mehr als 4 500 Beschäftigen eine Umsatz von 558,8 Millionen Euro. Die Umsätze waren in den vergangenen Jahren rückläufig. Im April hieß es deshalb, dass weltweit 5000 Stellen bis zum 31. März 2008 gestrichen werden sollen, darunter 2650 in Europa. Wieviel Stellen am Standort Wiesbaden wegfallen – weitgehend ohne betriebliche Kündigung – wird nicht nicht kommuniziert. Die Rede ist von 100 bis 300 Stellen.

Fercho ist jedenfalls nach eigenem Bekunden mit dem Anspruch bei CSC angetreten, den Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten.

Zunächst einmal habe aber das Erreichen der Ziele des Geschäftsjahres 2006/2007 Priorität, betont er.

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