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Ederer gewinnt im Kampf gegen PSE-Jobs

erstellt von Galadriel zuletzt verändert: 28.06.2010 00:01
Ende Juni gehen wieder einmal hunderte von KollegInnen der ehemaligen Programm- und Systementwicklung (PSE) von Siemens Österreich (SIS) in die Arbeitslosigkeit, hinterlassen leere Büros und Fassungslosigkeit bei den Verbliebenen. Aber auch die verantwortliche Vorstandsvorsitzende von Siemens Österreich Brigitte Ederer geht - allerdings in die Münchner Konzernzentrale -, um auf dem frei gewordenen Vorstandsposten des Arbeitsdirektors unter anderem den Personalabbau der SIS-Ausgliederung abzuwickeln. Wir berichten, wie Ederer den Kampf gegen die PSE-Arbeitplätze in Österreich gewann.

Shareholder Value Prinzip: Höhere Margen

Seit Analysten von Goldmann Sachs bis Dresdner Bank festgestellt haben, dass die Siemens-Margen im Geschäft mit Telekommunikationssystemen und IT-Lösungen der Marktentwicklung hinterhinken werden Manager gesucht, die eine "Portfolio-Bereinigung" dieser Bereiche erfolgreich bewerkstelligen.

Mit der Volkswirtin, ehemaligen Staatssekretärin, Wiener Finanzstadträtin, Bundesgeschäftsführerin der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) und Noch-Vorstandvorsitzenden von Siemens Österreich Brigitte Ederer scheint Siemens Chef Peter Löscher nun die ideale Besetzung gefunden zu haben.

Zeigt doch die Zerschlagung der österreichischen PSE-Belegschaft, dass Ederer ihr Geschäft der Umgestaltung und des Personalabbaus zugunsten der Siemens-Rendite nach Löschers Worten "meisterhaft beherrscht":

http://www.netzwerkit.de/projekte/netleiwand/chronik/pse-mitarbeiterinnen-oesterreich.jpg/

Unter Brigitte Ederer verloren 1.100 PSE-MitarbeiterInnen ihre hochqualifizierten Arbeitsplätze bei Siemens Österreich; die Siemens-Aktie verdoppelte hingegen seit Ende 2008 wieder ihren Wert.

Ederer-Prinzip: Teile und herrsche

So sind Ederer bisher Ausgliederungen von 240 KollegInnen (2007), organisatorische Abspaltungen von 540 KollegInnen (2009) und Sozialplan-Austritte von rund 1.100 KollegInnen (2009/10) bei der österreichischen PSE zu "verdanken". Die Vorstandsvorsitzende kommentierte das auf einer Pressekonferenz im Jahre 2008 wie folgt: "Die Leute sollen freiwillig einsehen, dass sie gehen wollen". Darüberhinaus mussten auch hunderte von LeiharbeitskollegInnen ihre oft Jahre dauernden Jobs bei der PSE aufgeben, da Frau Ederer sie in Intranet-Chats immer wieder als nur kurz beschäftigte "ZeitarbeitnehmerInnen" bezeichnete und ansah.

Nach Umsetzung der zukünftigen, bereits fertig ausgearbeiteten Ausgliederungs-, Abspaltungs- und Restrukturierungspläne durch Ederers Nachfolger, den sozialdemokratischen Parteifreund Wolfgang Hesoun, sollen von den heute rund 1.500 Ex-PSE-KollegInnen nur noch etwa 300 im Jahre 2013/14 bei der Siemens AG Österreich übrig bleiben. Ederer am 21.06.2010 vor Journalisten: Dann habe sie es geschafft, "dass die großen Baustellen weg sind".

PSE-Betriebsratsprinzip: Öffentlichkeit und Solidarität

Der Betriebsrat der ehemaligen PSE hat immer versucht, Ederers jahrelangem Psycho-Druck von oben die Information der Öffentlichkeit sowie die Solidarität und Mobilisierung der KollegInnen entgegenzusetzen, um damit den Personalabbau zu verzögern und zu verteuern. Das ist bis zu einem gewissen Maße auch gelungen.

Doch scheiterte er Mitte April 2010 damit, die 156 erstmals mangels genügend "Freiwilliger" ausgesprochenen Kündigungsabsichten des Vorstands zurückzuweisen. Denn Ederer hatte es endgültig geschafft, nicht nur die PSE-Belegschaft in MitarbeiterInnen mit und ohne Bleiberecht zu spalten sondern auch deren ArbeitnehmerInnen-Vertretung.

So wurden die mit 97% Zustimmung beschlossenen Kampfmaßnahmen gegen Personalabbau und für arbeitsplatzsichernde Geschäftsmodelle bis heute nicht umgesetzt, obwohl der Vorstand die geforderten Zukunftsperspektiven nach wie vor verheimlicht. Der vom PSE-Betriebsrat beschworene "Kampf um jeden Arbeitsplatz" bestand daher zum Schluss noch darin, für die 156 Kündigungsbedrohten einen Sozialplan auszuhandeln, damit sie einvernehmlich finanziell besser austreten konnten als wenn sie gekündigt würden. Denn sicher nicht jede Kündigungsanfechtung wäre erfolgreich gewesen. Außerdem versuchte der PSE-Betriebsrat in Gesprächen mit dem Vorstand, die Kündigungsliste so stark wie möglich zu reduzieren. Letztlich wurde allen verbliebenen Kündigungsabsichten vom Betriebsrat widersprochen.

Heute kämpfen jedenfalls noch drei ehemalige PSE-KollegInnen, die den Gang in die Arbeitslosigkeit und das letzte Sozialplan-Angebot verweigerten, um ihre Arbeitsplätze vor Gericht. Wir halten Sie darüber weiter auf dem Laufenden.

(1) Kommentare

Anonymer Benutzer 03.08.2010 08:42
Nun mal ehrlich, ist dieses Weib nicht zu bedauern ? Als Sie jung war (ja wirklich, die war auch mal jung und knackig, obwohl Sie immer wie ein Junge ausgesehen hat) hat Sie Ihre Freizeit in den diveresen "Kaderschmieden" der SPÖ verbracht, wo Sie begonnen hat Ihr "Spinnen"Netzwerk zu knüpfen ! Als "Dankbarkeit" wurde sie Wiener Finanzstadträtin, Staatssekrtärin (wo sie eigentlich nur mit dem legendären Ederer Tausender und dem Bussi für den Alois Mock aufgefallen ist) und dann hatte der von mir sehr hoch geschätzte Siemens Austria Ex CEO Hr. Dipl. Ing. Alfred Hochleitner die an und für sich gute Idee doch die "liebe, nette" Gitti mit Ihren hervorragenden Kontakten in die SAGÖ zu holen (obwohl er als ÖVP'ler mit der "roten Gitte" Probleme hätte wittern müssen). Von diesem Zeitpunkt war der Count Down (oder Ramp Down ?!) für die PSE nicht mehr aufzuhalten. Die "liebe" Gitti, mit dem Gedanken behaftet es allen "Männer" zeigen zu müssen legte einen peinlichen Auftritt in den Medien nach dem anderen hin, ohne dafür auch nur einmal zur Rechenschaft gezogen zu werden (z.B. Auftritt bei "Willkommen Österreich, wo sie einen der wichtigsten Kunden den ORF beleidigte), oder vor versammelter Presse den MBO bis 2013 der SDE zu verkünden bei gleichzeitiger Drohung, sollte die "Sannierung" nicht erfolgreich sein einen Ramp Down auf 0 durchzuführen. Dem SDE Betriebsrat haben einige arschkriechende SIS Manager" wegen geringfügiger, jedoch zurecht aufgestellten Behauptungen geschäftsschädigendes Verhalten vorgeworfen. Und nun hat sich der CEO die liebe Gitti nach München geholt ! Was wird sie dort wohl wieder "großartiges" vollbringen ?! Ich ahne fürchterliches !!!
Liebe Gitti, laß Dir was in Dein Stammbuch schreiben , Du bist nichts weiter als eine arme, schnell alternde Marionette des Kapitalismus welche Ihre "Ideale" der Jugend dem schöden Mammon des Systems geopfert hat und einsam und alleine sein wird im Alter !!! All Deine Millionen und Deine Kontakte werden Dich nicht über Deine Einsamkeit hinweg trösten und die Menschen und Familien die Du in verzweifelte Situationen aus reiner Gier gebracht hast werden noch lange an Dich im negativen Sinn denken. Besser arm. ehrlich,anständig und arbeitslos als Reich,unehrlich und in einem Job gefangen der aus einem Menschen ein solches "Monster" macht wie Du eines bist !

Ein PSE Opfer

P.S.: Da Du ja so gerne auf SIEMENS Kosten in Salzburg herumstolzierst, schau Dir doch mal den "Jedermann" an "liebe Gitti" , vielleicht erklärt Dir jemand den Sinn dieses Stückes!